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Erfahrungen mit Clarlet Individual

Freitag, 31. Oktober 2008

Vor einigen Wochen, eher Monaten, haben wir hier im Blog die neue Glastechnologie für Gleitsichtgläser von Carl Zeiss Vision vorgestellt.
Nun soll das Clarlet Individual auch im Einstärkenbereich höchstmöglichen Sehkomfort bieten.

Gerade Menschen, die für die Korrektur Ihrer Hornhautverkrümmung einen hohen Zylinderwert benötigen, oder Menschen welche insgesamt eine sehr hohe Brillenglasstärke haben, sollen mit diesem Glas spontan ein wesentlich angenehmeres Seherlebnis erhalten.

Die Innovation dieses Glases liegt darin, dass individuelle Parameter des Kunden mit ins Glasdesign eingerechnet werden. Hierzu wird mit dem Relaxed Vision Terminal eine Fotografie des Kunden mit seiner neuen Brille gemacht. Der Computer wertet die Bilder aus und gibt sämtliche relevanten Daten Zehntelmillimeter genau aus.

Der RV Terminal vermisst z.B. die Pupillendistanz, den Abstand der Brillengläser zum Auge, den Neigungswinkel der Fassung, die Durchbiegung der Brille, etc…

All diese Daten werden an Zeiss übermittelt, um zusammen mit den persönlichen Brillenglasstärken ein ganz individuelles Glas berechnen zu lassen.

Das Ergebnis dieser Berechnung ist ein Brillenglas, welches nicht klassisch nur eine Stärke über die gesamte Glasfläche hat, sondern z.B. im Außenbereich eine andere Stärke aufweist, als dies am Mittelpunkt der Fall ist. So können Abbildungsfehler, die bei höherer Sehstärke zum Rand hin deutlich zunehmen, gegengerechnet werden.

Um diese Rechenergebnisse auch schleifen zu können, kommt die sogenannte Freiformschleiftechnik zum Einsatz. Diese wird seit 2-3 Jahren für die neueste Generation der Gleitsichtgläser bereits sehr erfolgreich eingesetzt. Was man unter einer solchen Freiformtechnik versteht, werde ich in einem separaten Artikel erklären. Etwas Stoff zum schreiben, muss ich mir ja in der Hinterhand behalten. Allen die diesen Artikel nicht verpassen wollen, sei unser RSS-Feed ans Herz gelegt.

Zurück zum Thema…

Nachdem wir mit dieser Technologie bei den Gleitsichtgläsern großen Erfolg haben, blickten wir dieser Neuerung sehr gespannt entgegen. Nun ist einige Zeit vergangen und wir können die ersten Ergebnisse präsentieren.

Als ich selbst das erste Glaspaar des Clarlet Individual in der Hand hielt, war ich positiv überrascht über die außerordentliche Randschärfe. Brillengläser dieser Stärke weisen ohne diese individuelle Berechnung durchaus Abbildungsfehler auf. So und so ähnlich kommentieren es unsere Kunden, die diese Technologie bereits für sich entdeckt haben. Sie beschreiben durchweg positive Erlebnisse und  spontan ein angenehmes Sehgefühl.

Eine einzige Ausnahme stellte ein Kunde dar, Da seine Brillenglasstärke ganz im „Normbereich” liegt,  haben wir ihn bereits im Verkaufsgespräch darauf aufmerksam gemacht, dass er keine bedeutenden Unterschiede feststellen wird.  Er hat sich trotzdem dafür entschieden, da er bestmögliche Technologie für sich nutzen wollte. Tatsächlich konnte er keine echte Verbesserung zu  seinen bisherigen Markengläsern von Carl Zeiss feststellen.

Mein persönliches Fazit: Ich freue mich sehr, ein solches Glas im Portfolio zu haben. Kunden mit hohen Zylinderwerten, hohen Stärken oder Prismen, kann ich nun auch im Einstärkenbereich neueste Technologie anbieten.

Als Augenoptiker bekomme ich von Zeiss nun die Möglichkeit noch spezieller die Produkte auszuwählen, und so nach der Bedarfsanalyse einen optimalen Nutzen für meinen Kunden ziehen zu können.

Wie auch mit dem Maßgeschneiderten Anzug verhält es sich mit diesen Gläsern:

Wer mit all seinen „Maßen” bzw. Parametern einer festgelegten Norm entspricht erfährt mit diesem Glas keinen wirklichen Vorteil.

Carl Zeiss Vision Clarlet Individual

links: Clarlet® Individual, rechts: Asphärisches Standardglas
Das Beispiel zeigt, wie sich astigmatische Fehler für den Brillenträger auswirken. Das individuelle Brillenglas-Design stellt sicher, dass jeder Brillenträger das bestmögliche Design für seine persönliche Brillenglasstärke und
Trageparameter erhält.
Beispiel:
Sph +2,00 cyl 2,50 A 45°, HSA 14mm; Vorneigung 5°; FSW 8°

Herrliches Wetter herrscht seit einigen Tagen, endlich auch am Dienstag – meinem freien Tag.
Natürlich wird einem auch an einem freien Tag nicht langweilig. Meine Zeit habe ich unter anderem damit verbracht verschiedene Bekannte zu besuchen.

Wahrscheinlich liegt es an meinem Beruf, dass ich gern in die Gesichter anderer Menschen sehe. Häufig konnte ich beobachten, wie mit zusammengekniffenen, fast schon verkrampften Augen versucht wurde, den hellen Lichtstrahlen der Sonne zu entgehen.

Wie viel sicherer und entspannter gerade die Autofahrt mit einer Sonnenbrille sein kann, weiß fast jeder. Die spezielle Funktion der Polarisation hingegen, kennen die wenigsten.
Der Polarisationsfilter im Sonnenschutzglas bewirkt, dass Licht, welches von spiegelnden Oberflächen, wie z.B. nasse Straßen, dunkel glänzende Autolacke, Wasseroberflächen beim Segeln oder Surfen, absorbiert wird und deshalb nicht mehr zur störenden Blendung führt.
Heute möchte ich auf eine Weiterentwicklung dieser polarisierten Gläser eingehen – auf Drivewear.

Erst seit kurzem ist diese Brillenglas verfügbar, welches sich, wie der Name schon verrät, speziell an Autofahrer richtet.

Drivewear

Die Technik:
Drivewear kombiniert die Vorteile einer Polarisation mit den Vorzügen phototropen, also Selbsttönenden Brillegläsern.
Was muss man sich nun darunter vorstellen? -
Das Drivewear – Glas ist ein polarisierendes Glas mit einer Grundtönung von 68%. Die Gläser wirken Kontrast steigernd und nehmen dem Autofahrer die Blendung.

Der Clou:
Trifft sichtbares Licht auf die Gläser, so reagieren diese und werden dunkler – auch hinter der Windschutzscheibe. Die Tönung beträgt dann ca. 78%.
Befindet man sich jedoch im Freien so dunkelt sich auf Grund der direkten UV-Strahlung das Glas noch weiter ein. Dann erreicht die Drivewear Brille ihre volle Tönung von 88%.

Die Vorzüge:
Das Drivewear Glas richtet sich speziell an Kraftfahrzeugfahrer.
Die Kontraststeigerung des Glases gepaart mit einer Selbsttönenden Fläche, die selbst hinter der Windschutzscheibe reagiert, erhöht erheblich die Sicherheit im Straßenverkehr.


iscription i.scription

Gestern erreichte uns folgende Pressemitteilung, die ich hier ganz faul rein kopieren möchte, da es gleich ans wandern geht. :-)
In den kommenden Tagen werden wir unser nächstes Resümee, zur neuen Glastechnologie von Carl Zeiss, online bringen. Derzeit sind wir kurz vor der schönen Zahl 100 verkaufte i.Scription Brillen. Da bietet sich ein Zwischenfazit gerade zu an.

Carl Zeiss hat zum sechsten Mal die Innovationspreise vergeben. Jährlich können alle Geschäftsbereiche von Carl Zeiss ihre innovativen Projekte einreichen. Insgesamt 32 Teams – davon sieben aus dem Ausland– hatten sich in den sechs ausgeschriebenen Kategorien um die Wanderpokale beworben.
Die Kategorien berücksichtigen Kriterien wie z.B.
Projekte mit hohem Risiko und gleichzeitig hohem Potenzial
technologische Entwicklungen, die im weltweiten Vergleich eine Spitzenposition einnehmen
Projekte mit hohem Entwicklungstempo und kurzen Markteinführungszeiten
innovative Ansätze für Geschäftsprozesse, neue Geschäftsfelder und Produkte

Preisverleihung in fünf Kategorien
Am 10. April 2008 wurden die Sieger auf den Innovationstagen in Potsdam gekürt. Die Jury setzt sich zusammen aus vier Vertretern der Bereiche Universität, Fraunhofer-Institut und der Schott AG.
Der Carl Zeiss Vorstandsvorsitzende Dr. Dieter Kurz betonte zu Beginn der Veranstaltung: „Die Innovationstage sind
ein wichtiges Element unserer Innovationskultur“.

i.Scription® ist Erster in der Kategorie “Innovative Business Design”
Die Carl Zeiss Vision konnte sich mit i.Scription® gegen elf weitere Einrichungen durchsetzen. Die Jury überzeugte insbesondere, dass es Carl Zeiss Vision als erstem Unternehmen der Augenoptikbranche gelungen ist, mit i.Scription eine Erweiterung der subjektiven Augenglasbestimmung zur Ermittlung von präziseren Refraktionswerten auf den Markt zu bringen.

Die subjektive Refraktionsbestimmung reicht in der heutigen Form (Kreuzzylindermethode) bis in das Jahr 1885 zurück. Bis zu i.Scription gab es keine Möglichkeit, diese mit zusätzlichen Messungen und Auswertungen zu verbessern.
Mit Hilfe der i.Profiler Wellenfrontmessung und dem i.Scription Optimieralgorithmus ist dies nun möglich.

Der Nutzen für den Kunden ist ein deutlich besseres Kontrastsehen und eine äußerst natürliche Farbwahrnehmung.

Carl Zeiss Vision Clarlet Individual

Clarlet® Individual
Das ganz persönliche Einstärkenbrillenglas.

Gestern erreichte uns eine sehr interessante Pressemitteilung aus dem Hause Carl Zeiss Vision. In Kürze wird es auch im Einstärkenbereich ein individuell gefertigtes Brillenglas geben.

Gerade bei höheren Stärken, starken Zylindern oder prismatischer Wirkung soll dieses Glas eine höhere Spontanverträglichkeit sowie eine bessere Abbildung im Randbereich des Glases bringen.

Lassen wir uns überraschen wie sich das Glas in der Praxis schlägt. Berichte über die ersten Erfahrungen finden Sie natürlich hier im Optikerblog. Anbei finden Sie die original Carl Zeiss – Pressemitteilung zum Clarlet Individual.

Carl Zeiss Vision Clarlet Individual

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