Spielen im Freien senkt das Risiko für Kurzsichtigkeit

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Spielende Kinder mit weniger Risiko auf Kurzsichtigkeit

Des Öfteren werden wir mit der Frage konfrontiert, woher die Kurzsichtigkeit kommt, wodurch sie beeinflusst wird und ob man sie denn nicht aufhalten kann.
Mit diesem Thema hat sich jetzt auch der Verband der Augenoptik beschäftigt und gibt in seinem „KGS Newsflash“ seine Informationen weiter. Der Newsflash bezieht sich auf eine in „Wissenschaft aktuell abgedruckte Studie britischer Forscher.
Sehr spannend!

Wer sich häufiger im Freien aufhält, wird nicht so leicht kurzsichtig. Zu diesem Schluss kommen britische Augen-Spezialisten. Für den Effekt könnte die Aufenthaltsdauer am natürlichen Tageslicht entscheidend sein, aber auch das Fixieren weit entfernter Objekte, weniger häufiges Nah-Sehen oder einfach körperliche Betätigung. Die Forscher schätzen, dass mit jeder Wochenstunde mehr im Freien das Risiko für Kurzsichtigkeit um zwei Prozent sinkt. Dabei scheint es nicht allein auf die Aktivität anzukommen, sondern lediglich darauf, draußen unterwegs zu sein. Die Ergebnisse stammen zwar zum größten Teil aus Studien an Kindern, lassen sich aber auch auf Erwachsene übertragen.
Quelle: KGS

Weitere Informationen hier:
Wissenschaft aktuell/ Von Dirk Förger
Jede Wochenstunde mehr an der frischen Luft ist gut für die Augen
Orlando (USA) – Wer sich häufiger im Freien aufhält, wird nicht so leicht kurzsichtig. Zu diesem Schluss kommen britische Augen-Spezialisten nach der Analyse mehrerer großer Studien. Für den Effekt könnte die Aufenthaltsdauer am natürlichen Tageslicht entscheidend sein, aber auch das Fixieren weit entfernter Objekte, weniger häufiges Nah-Sehen oder einfach körperliche Betätigung. Die Forscher schätzen, dass mit jeder Wochenstunde mehr im Freien das Risiko für Kurzsichtigkeit um zwei Prozent sinkt. Dabei scheint es nicht allein auf die Aktivität anzukommen, sondern lediglich darauf, draußen unterwegs zu sein. Die Ergebnisse stammen zwar zum größten Teil aus Studien an Kindern, lassen sich aber auch auf Erwachsene übertragen, berichtete das Team auf dem 115. Jahrestreffen der „American Academy of Ophthalmology“ in Orlando.
„Kinder zum Spielen nach draußen zu schicken ist eine einfache und kosten-effektive Maßnahme mit wesentlichen Vorteilen für das Sehen und die Gesundheit generell“, betonte Anthony Khawaja von der University of Cambridge. „Allerdings brauchen wir noch mehr präzise Daten, um die für dieses Phänomen verantwortlichen Faktoren genauer zu verstehen.“ Khawaja und seine Kollegen hatten in ihrer Analyse acht Studien mit insgesamt 10.400 Teilnehmern ausgewertet. Dabei fanden sie heraus, dass sich kurzsichtige Kinder durchschnittlich 3,7 Stunden pro Woche weniger im Freien aufhalten als ihre Altergenossen mit normalem Sehen oder Weitsichtigkeit.
Auffallend ist, dass die Anzahl der Kurzsichtigen in den Vereinigten Staaten und vielen anderen Ländern heutzutage weit höher ist als noch in den 1970er Jahren. In einigen Teilen Asiens sind mehr als 80 Prozent der Bevölkerung kurzsichtig. Ein Grund dafür könnte die Zunahme von Bildschirm-Arbeitsplätzen und der Gebrauch von Computern generell sein. Deshalb untersuchten zwei der Studien, ob Kinder, die sich mehr draußen aufhalten, auch weniger an Computern spielen und arbeiten. Ein solcher Zusammenhang konnte allerdings nicht gefunden werden.
Eine andere untersuchte Frage war, ob mehr Zeit im Freien verhindern kann, dass sich eine bestehende Kurzsichtigkeit verschlechtert. Khawaja berichtet in diesem Zusammenhang von einer chinesischen Studie, an der 80 kurzsichtige Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren teilnahmen. Die Hälfte der jungen Probanden musste mehr als 14 Wochenstunden im Freien spielen, durfte aber nur weniger als 30 Stunden vor den Computer. Nach zwei Jahren wurden diese Kinder mit der Kontrollgruppe verglichen, deren Freizeit nicht reglementiert war. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Kurzsichtigkeit in der ersten Gruppe im Durchschnitt weniger verschlechtert hatte als in der Kontrollgruppe.

Quelle: Wissenschaft-aktuell.de

Bild:© Klaus-Peter Adler – Fotolia.com
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Autor: Regina Hutter

Dieser Artikel hat 2 Kommentare

  1. Irmi on 25. November 2011 at 14:59 Antworten

    Immer wieder wurde in der Vergangenheit behauptet, es sei ein Ammenmärchen, dass man durch Lesen bei schlechtem Licht oder sehr viel Lesen Kurzsichtigkeit fördern könne. Ich selbst bin stark kurzsichtig und das als einzige im gesamten weiteren verwandtschaftlichen Umfeld. Es mag ein Zufall sein, aber ich habe als Kind Bücher „gefressen“, war allerdings auch viel draußen. Doch auch unter der Bettdecke konnte ich es nicht lassen bis tief in die Nacht mit Taschenlampenlichtlein heimlich Bücher zu verschlingen. Zufall oder doch symptomatisch ??? Heute nicht mehr zu ändern, aber es war doch ein Grund, meine Söhne nicht zu extrem zum Lesen anzuhalten und ihnen den PC Konsum einzuschränken. Beide sind normalsichtig geworden und brauchen nun keine Augengläser. Zufall?

    • Kay Dollt on 25. November 2011 at 15:05 Antworten

      Hallo Irmi,

      Zu diesem Thema gibt es seit Jahren immer wieder unterschiedliche Studien. Es ist sehr schwer etwas verbindliches zu sagen, da die Stärkenentwickling bei den verschiedenen Menschen immer unterschiedlich abläuft. Auch bei einem Menschen ist es oft so, dass Stärkenänderungen in Schüben vor sich gehen. Kann also gut sein, dass einige Jahre lang nichts passiert und dann wieder eine Änderung kommt.

      Aktuell ist die Wissenschaft voll Ihrer Meinung. Auch einige Beobachtungen bei Kunden würden mich das gleiche schließen lassen. Wobei wiederum ich seit vielen Jahren sehr viel Computerarbeit verrichte und viele Stunden am Tag ins Display blicke, dafür seit vielen Jahren die gleiche Glasstärke benötige.

      Grundsätzlich ist für Kinder aber mit Sicherheit ein guter Mix aus lesen und spielen im Freien ganz unabhängig von den Augen sehr gut.

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