Seiko Orgatech – Brillenglasbeschichtung

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Im heutigen Teil unserer kleinen Beitragsserie, zum Thema die Entspiegelung, beschäftigen wir uns heute mit dem Lösungsansatz der Firma Seiko -> Orgatech.

Wie schwierig es ist, eine solche Beschichtung zu produzieren, haben wir in den vergangenen Artikeln beschrieben. Doch wie kann man nun die Haltbarkeit dieser Beschichtung verbessern.

Seiko ist den Weg gegangen, ein besser geeignetes Material für die Beschichtung zu suchen. Bisher war es so, dass auf die organischen Gläser (Kunststoffgläser) eine anorganische Beschichtung aufgetragen wurde. Die Ausdehnung der beiden Materialien bei Temperaturänderungen ist unterschiedlich.

Wie wir bereits beschrieben haben, ist diese unterschiedliche Dehnung mit ein Grund für das Lösen der Beschichtung, nach einigen Jahren.

Nun liegt der Gedanke nahe, ein organisches Material für die Beschichtung zu suchen. Diesen Ansatz haben in den vergangenen Jahren, einige Glashersteller verfolgt.
Erfolgreich war allerdings nur eine: Seiko präsentierte Orgatech.

Bringt es aber nachweislich so große Vorteile, das Material der Beschichtung zu ändern?

Bei den bisher bekannten Beschichtungen sollte man die Gläser keiner Temperatur über 40°C aussetzen. Jede höhere Temperatur steigert das Risiko enorm, eine Ablösung der Beschichtung zu erhalten. Wer also schon mal seine Brille im Sommer auf dem Armaturenbrett im Auto vergessen hat, oder die Brille einmal mit in die Sauna genommen hat, steigert die Chancen erheblich eine Schichtablösung auf seinen Brillengläsern zu erleben.
Ein Orgatech beschichtetes Seiko-Glas hält eine Erhitzung bis auf 100°C ohne Rißschäden stand.

Natürlich wird auch die Orgatech-Beschichtung täglich gereinigt, weshalb auch hier irgendwann eine Abnutzung der Schicht kommt. Eine wesentlicher Faktor, der eine Ablösung begünstigt, ist allerdings vom Tisch.

Nicht nur wir finden diese Technik absolut innovativ.
Eine Nominierung dieser Technik für den Silmo d´or spricht Bände. Diesen Preis haben wir hier im Blog bereits des Öfteren erwähnt. Der „Innovations Oskar“ der Augenoptik wird jährlich an Unternehmen für die innovativsten Produkte verliehen.

Unsere Philosophie war es schon immer, mit den innovativsten und qualitativ hochwertigsten Partnern zusammen zu arbeiten. Fast logisch, dass wir hier die Preise unserer Partner schon häufiger feiern konnten.

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

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