Review: Stadt der Blinden

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Vor einiger Zeit habe ich über den Kinofilm „Stadt der Blinden“ berichtet. Heute möchte ich meine Gedanken zu diesem Film nachreichen. Natürlich war ich sofort im Kino, nachdem ich von dieser Story gelesen habe.

Aus meiner Zeit in der Augenklinik in Karlsruhe, kenne ich sehr viele persönliche Geschichten von Menschen, die unter einer sehr schlechten Sehleistung leiden. Von daher kann ich gaaanz grob nachempfinden, wie es den Menschen wohl ergeht.

Gerade seit ich diese Geschichten durch meinen Beruf kennen gelernt habe, schätze ich mein eigenes gutes Sehen noch viel stärker.
Ich war also sehr gespannt, wie die Verfilmung des Roman von Literaturnobelpreisträger José Saramango, sich mit dieser Thematik befasst.

Inhalt:
Im Film geht es um einen Virus, der nach kurzer Zeit eine große Gruppe von Menschen befällt und diese innerhalb von Sekunden erblinden lässt.
Diese Menschen werden in einer alten Psychiatrie isoliert. Nach kurzer Zeit bricht dort das Chaos aus. Die Regeln der Zivilisation werden bald nicht mehr verfolgt.

Fazit:
Der Film zeigt spannend, wie schwierig auch die kleinen Tätigkeiten des Lebens fallen, wenn die Augen keine Information mehr liefern. Gegen später wird der Film noch recht brutal, ist also nicht unbedingt was für schwache Nerven.

Mir persönlich hat er gut gefallen. Vielleicht hat einer unserer Leser den Film ja auch gesehen. Wenn ja, schreiben Sie doch ein kurzes Statement in die Kommentare.

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

Dieser Artikel hat 2 Kommentare

  1. Alper on 20. Januar 2009 at 08:21 Antworten

    Lustig, dass du darüber schreibst. Habe mir den Film gestern angesehen – ganz unabhängig von deinem Beitrag. Die Idee zu dem Film finde ich sehr gut und gerade die ersten 10 bis 15 Minuten zogen mich in ihren Bann. Zwar folgte dann eine Phase längerer Schwäche aber als sich dann herausstellte, dass sich einige Kranke die Macht sichern wollten, wurde es wieder richtig spannend. Das letzte Drittel hat mich ein wenig an I am Legend erinnert mit dem Müll überall auf den Straßen. Am Schönsten fand ich die Szene, als die Gruppe in der Wohnung kurz vor Ende des Films gemeinsam gegessen haben. Trotz der schlimmen Umstände ein wichtiger Zusammenhalt. Insgesamt hat mir der Film wirklich sehr gut gefallen. Kann ich guten Gewissens empfehlen.

    • Kay Dollt on 22. Januar 2009 at 12:31 Antworten

      Stimmt, hat wirklich was von I am Legend. Was mir nahe ging, war der alte Mann, der gar nicht mehr sehen wollte.
      Ich hatte einen ähnlichen Fall mal in der Klinik. Eine ältere Dame hat schlecht gesehen und wollte gar keine Geräte, die ihr wieder helfen, da so jeden Tag eines ihrer 3 Kinder zu ihr kam. Hätte sie sich selbst wieder besser helfen können, wären diese Besuche weniger geworden.

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