Progressive Flächen? Was ist bei Gleitsichtbrillen zu beachten

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Vor einigen Tagen hatten wir hier im Geschäft einen Kunden, der zu uns kam und bezüglich der Gleitsichtbrillen einige Fragen hatte.

Irgendwo hörte er von Progressiven Flächen auf dem Gleitsichtglas und wollte von uns wissen, was es mit diesen Flächen auf sich hat.

Sicherlich ist dies eine Frage, die nicht ganz so häufig auftaucht, da viele Kollegen mit solchen Fachbegriffen die Kunden in Ruhe lassen. Da es aber sicher auch einige Kunden gibt, die sich diese Frage ebenfalls stellen, möchte ich dies heute einmal erklären.

Den Begriff Progressiv erklärt gut ein Auszug aus Wikipedia:

Im Allgemeinen bedeutet progressiv so viel wie „stufenweise fortschreitend“

Gleitsichtgläser sind nun so aufgebaut, dass auf einer der beiden Flächen (vorn oder hinten) der Progressive Teil, also die kontinuierliche Stärkenänderung von Fernsicht zu Nahsicht, zu finden ist.

Die zweite Fläche hat meist einen konstanten Wert und dient zur Optimierung von Abbildungsfehler des Brillenglases.

Lange Jahre war die progressive Fläche auf der Vorderseite des Brillenglases angebracht, da dies in der Fertigung wesentlich einfacher zu bewerkstelligen ist.

In den letzten Jahren wurden bessere Fertigungstechniken entwickelt, die es möglich machen, die progressive Fläche auf die Innenseite des Brillenglases zu legen.

Die Korrektur der Abbildungsfehler kann nun auf der Vorderseite des Brillenglases statt finden. Dies ist hier physikalisch wesentlich besser möglich.

Die modernen Gleitsichtgläser der führenden Hersteller setzen diese Technik alle ein. Weltweit stellte übrigens die japanische Präzessionfirma Seiko das erste innen-progressive Gleitsichtglas vor.

Bild: Sakala
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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

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