Lesen während des Autofahrens – Wieso wird einem oft etwas schlecht?

Kay Dollt am 21. Oktober 2009 um 15:15

Diese Frage hat nicht nur mit unserem Sehsinn zu tun, trotzdem möchte ich Ihnen heute eine Erklärung liefern.

Die Schwierigkeit für unser Gehirn liegt darin, dass beim starren Blick auf ein Buch, oder eine Zeitschrift, unser Auge dem Gehirn die Information liefert, die Umgebung wäre stillstehend.

Unser Gleichgewichtssinn im Ohr hingegen registriert die Fliehkräfte die während der Fahrt in alle Richtungen auftreten.

Unser Gehirn bekommt nun sowohl die Information, wir befinden uns in Bewegung, als auch die Information, wir sind in einer ruhigen Position.

Diese gegensätzlichen Reize führen zu einem durcheinander. Manche Menschen können dieses „Gefühlschaos“ besser verkraften als andere.

Im Übrigen ist die Erklärung für dieses Phänomen, auch auf die Problematik der Seekrankheit anwendbar.

Befinden Sie sich an Board eines Schiffes in der Kabine, scheint die Welt für das Auge ruhig zu sein. Ihr Ohr hingegen nimmt den Wellengang wahr.

Abhilfe schafft hier oft der Gang an Deck. Ihr Auge nimmt so, genauso wie das Ohr, die Bewegung wahr.

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