Lasergravur auf dem Brillenglas zeigt Markenprodukt

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Des Öfteren ist bereits die Frage aufgetaucht was diese Lasergravuren zu bedeuten haben, die man bei genauem hinsehen, auf dem Brillenglas erkennen kann.

Auf den Gleitsichtgläsern sind diese Gravuren immer zu sehen. Um die verschiedenen Stärken dieser Gläser im Nachhinein messen zu können, muss dem Optiker die Möglichkeit gegeben werden, den exakten Fern- bzw. Nahdurchblickspunkt zu erkennen. An dieser Stelle wird sowohl die Stärke des Glases gemessen, als auch die richtige Zentrierung der Gläser vor dem Auge des Kunden vorgenommen.

Nun wäre natürlich eine Lasergravur an genau dieser Stelle für das Sehen des Kunden extrem schlecht. Man behilft sich mit dem einfachen Trick sowohl links, als auch rechts außen auf dem Brillenglas eine Lasergravur aufzubringen.

Für die diversen Brillengläser gibt es nun Schablonen auf die das Glas aufgelegt wird. Mit Hilfe der aufgebrachten Gravuren kann so der Fern- und Nahpunkt ermittelt werden.

Um die Gravuren herum sind oft Zahlenwerte aufgebracht. Diese zeigen den Glastyp, das Material des Brillenglases, sowie die enthaltene Sehstärke für die Nähe der Gläser an.

Neben dieser Funktion dient die Gravur dazu, dem Kunden nachvollziehbar machen zu können, dass er ein Markenprodukt erhalten hat. Bei Markengläsern ist so z.B. das „Z“ für Zeiss, oder ein „S“ für Seiko eingraviert.

Die Firma Zeiss geht sogar einen Schritt weiter und versieht ebenfalls seine Marken-Einstärkengläser mit der Gravur. In diesem Fall hat die Gravur ausschließlich den Zweck das Markenglas erkennbar zu machen. Zur Ermittlung der richtigen Brillenglasstärke ist eine Schablone nicht nötig.

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

Dieser Artikel hat 10 Kommentare

  1. Sebastian Gaertner on 8. Dezember 2016 at 18:58 Antworten

    Hallo,
    das kann durchaus normal sein. Bei „einfachen“ Gläsern der Firma Zeiss kann es durchaus sein, das die Gravur an einer anderen Stelle zu finden ist. Dann wird nämlich keine Achse angegeben und die Gravur landet irgendwo.
    Allerdings soll das in der nächsten Zeit umgestellt werden, sodass die Gravur immer oben am äußeren Rand zu finden ist 😉

  2. Rena on 16. März 2016 at 22:22 Antworten

    Da es mein Wunsch war eine extra leichte Brille zu bekommen, hat man mir zu einer randlosen Brille geraden. Ich habe mich für ein ganz leichtes Modell einer bekannten deutschen Marke (F…) entschieden. Nun habe ich die Brille bekommen und bin sehr enttäuscht. Die Brille ist schwerer, als meine Vollrandbrille. Die Gläser sind Monsterdick, und ich kann auch damit schlechter sehen.
    Bestellt sollten ganz leichte Gläser werden mit einem Brechungsindex von 1,6. Ich glaube, dass man mir einfach andere Gläser in die Brille eingearbeitet hat.

  3. Alice on 12. Juni 2015 at 23:10 Antworten

    Ich habe mir beim Optiker Zeiss Gläser bestellt und bekam eine andere Marke,auf nachfragen wurde mir versichert dass,man Zeiss Gläser bestellen würde und diese dann einsetzen könnten!Leider ist nur auf einem Glas das Zeiss Zeichen zu erkennen die Optikerin meinte dass, das Zeichen beim Einschleifen der Gläser entfernt wurde! Zeiss schreibt auf Ihrer Webseite dass,dies nicht der Fall wäre.Stimmt das?

    • Kay Dollt on 13. Juni 2015 at 10:29 Antworten

      Hallo Alice,

      es kommt darauf an, ob dies pure Einstärkengläser waren oder Gleitsichtgläser. Bei den Einstärkengläsern gibt man die Achse nicht an. Die Gläser kommen rund und so kann es je nach Größe der Fassung und je nachdem wohin das Glas gedreht werden muss, vor kommen, dass das Zeiss Logo weg geschliffen wird. Bei Gleitsichtgläsern ist es immer an einer definierten Stelle und immer da.
      Gerade wenn auf einer Seite das Zeichen da ist, ist die andere Seite sicherlich auch ein Zeiss Glas. Zwei unterschiedliche Gläser würdest du in der Regel schon erkennen. Also nur ein gutes zu bestellen und ein billiges, kann ich mir nicht vorstellen.

      Grüße Kay

      • Alice on 15. Juni 2015 at 05:59 Antworten

        Danke für die Info

  4. Angelique on 7. September 2012 at 08:14 Antworten

    Ist es denn normal, wenn diese Zeichen und Zahlen mit dem Auge zu ersehen sind? Meine Schwester hat eine Gleitsichtbrille erhalten wo sie direkt vor dem Sichtpunkt eine 21 stehen hat! Dieser „Fleck“ stört sie erheblich und der Optiker meinte es wär normal sowas zu sehen. Die einen würden es bemerken die anderen nicht. Dazu muss ich sagen, dass sie auf einem Auge eine angeborene Sehnervverkümmerung hat und somit auf diesem Blind ist. Ich selber habe diese Erkrankung auch. Ebenso habe ich eine Gleitsichtbrille. Nur diese Zahlen sehe ich Persönlich nicht! Meine Brille war allerdings auch 650,00Euro teurer.

    Liebe Grüsse, Angélique

  5. Bernd on 18. August 2009 at 14:22 Antworten

    Ich habe keine Erfahrung mit diesen Gravuren. Es gibt jedoch spezielle Lasermarkierungsverfahren, die eine Behinderung weitgehend ausschließen sollten. Auf jeden Fall ein interessantes Thema.

  6. Daniel on 24. Mai 2009 at 17:55 Antworten

    Meine Freundin hat auch diese Gravuren auf ihrer neuen Brille. Bei Gegenlicht bricht sich das Licht in dem Gravuren und stört. Bei Einstärkengläder, die keine spezielle Ausrichtung benötigen, will ich als Kunde ein klares, makelloses Glas, dass einen Seefehler ausgleicht und nicht behindert.

    • Kay Dollt on 25. Mai 2009 at 15:09 Antworten

      Hallo Daniel,

      das ganze Thema ist extrem Geschmacksache. Ich habe hier viele Kunden die auf das Zeichen sogar bestehen. Es gibt ihnen die Sicherheit ein wirklich gutes Produkt bekommen zu haben.
      Für alle die keine Gravur im Glas möchten, lässt sich dies bei der Bestellung ohne Probleme bewerkstelligen.
      Zeiss fertigt eben ohne Angabe das Brillenglas incl. Markenzertifikat.

      Viele Grüße

      Kay

  7. Tom on 25. März 2009 at 17:44 Antworten

    Wie immer sehr interessanter Artikel. Echt schön mal etwas mehr Einblick in die Materie zu bekommen, die man jeden Tag mit sich rum trägt.

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