Der Optikerblog

Kontaktlinsenanpassung zum angenehmen Kontaktlinsen tragen – Ein Erfahrungsbericht

1 Kommentar »

In den letzten Wochen hatten wir uns, zusammen mit Herrn Fliehe, auf die Suche nach den richtigen Kontaktlinsen für Ihn gemacht. Nachdem wir zu einem guten Ergebnis gekommen sind, war Herr Fliehe so freundlich uns seine Erlebnisse per Email zu schildern.

Vielen Dank für den wirklich ausführlichen und guten Kommentar.

Hallo Herr Dollt,

weil ich auch über Ihr Blog viele Tipps bekommen und zu Ihnen gefunden habe, möchte ich der Internetgemeinde (und Ihnen) gerne eine Rückmeldung zu meiner Kontaktlinsenanpassung geben. Hier ist mein kleiner Bericht, den Sie gerne veröffentlichen dürfen:

Wie weit würden Sie fahren, nur um eine (angeblich) gute Pizza zu essen? Wäre Ihnen das 70 KM und 90 Minuten Fahrtzeit wert? Es müsste doch auch eine gute Pizza in der Nähe geben! Haben Sie vielleicht nur noch nicht alle Pizzarien in der Umgebung kennengelernt und ausprobiert?

Natürlich sind Kontaktlinsen keine Pizza (auf den Tag gerechnet sogar günstiger, weitaus sauerstoffdurchlässiger). Mit beiden kann man sich in der falschen Menge oder Qualität aber durchaus die Gesundheit ruinieren. Aber von Anfang an:

Als langjähriger Brillenträger (mit Hornhautverkrümmung) und sportlich zunehmend aktiver Mensch (ja, die Pizza…) war ich aus folgenden Gründen zunehmend mit meiner Brille unzufrieden:

1) Ich konnte maximal ein halbes Jahr wirklich scharf mit einer Brille sehen. Also hätte ich sehr oft neue Brillengläser gebraucht, die in einer gewissen Qualität (mit Entspiegelung, Härtung, etc.) ebenso wie eine ordentliche Brillenfassung natürlich ordentlich Geld kosten (im Ernst: Ich kenne nur wenige Personen, die mit einer Fassung für 20 Euro wirklich glücklich sind).

2) Beim Handball, Schwimmen und Laufen ist für mich an eine Brille nicht zu denken. Meine Sichtschärfe hat zwar nur bedingt mit meiner Spielstärke beim Handball zutun, hat aber das Potential, diese positiv zu beeinflussen. Bei den anderen beiden Sportarten war die Sicht wie im Regenschauer eingeschränkt. Beim Radfahren hat mich immer das Brillengelenk beim Schulterblick gestört. Ab 20 KM/h (aufwärts) war das für mich zunehmend ein Sicherheitsrisiko, weil der Blick einfach mehr Zeit kostete, in der ich die Augen eben nicht in Fahrtrichtung gedreht hatte.

Also wollte ich gerne Kontaktlinsen ausprobieren. Dazu gibt es hier in Karlsruhe viele Händler, die in Frage kommen. Mein Augenarzt hat mich zunächst beraten und mir Kontaktlinsen empfohlen, die er kannte und mit denen er Erfahrung hatte. Das Ergebnis war mittelmässig: Die Sicht wurde fast so gut wie mit der Brille. Der Tragekomfort war aber schlecht: Die Augen waren schnell trocken. Die Nachbenetzungstropfen führten zu einer vernebelten Sicht für Sekunden und konnten diese Trockenheit nur sehr temporär beseitigen. Da der Augenarzt keinen anderen Hersteller anbieten konnte, habe ich mir einen Optiker als Anpasser gesucht, um dort mein Glück zu versuchen.

Der Optiker hat mein Auge kurz mit moderneren Geräten als beim Augenarzt untersucht, mich beraten (habe ich aber auch ordentlich bezahlt). Nach 15 Minuten war ich fertig und ich habe auf meine Probelinsen gewartet, die wenige Tage später per Post kamen. Die Linsen erzeugten Rötungen im Auge, waren also nicht geeignet. Also bin ich wieder zu dem Optiker, habe andere Probelinsen bekommen. Die führten trotz richtiger Stärke allerdings nicht gerade zu einem Bild in HD-Qualität. Vielleicht saß die Linse nicht richtig? Der Optiker hat keine Antwort darauf gewusst und hat mir keine überzeugende Lösung mehr bieten können.

Also bin ich selbst auf die Suche nach geeigneten Kontaktlinsen gegangen und wollte mir Hilfe holen. Die Informationskosten waren ebenfalls sehr hoch: Ich habe viel Zeit benötigt, um mir ein Grundwissen anzueignen, einen kleinen Marktüberblick zu verschaffen und Erfahrungsberichte zu lesen (um ein Ergebnis der Beratung durch Herrn Dollt schon vorweg zu nehmen: Ich habe gemerkt, dass ich [obwohl ich mich intensiv in die Thematik eingearbeitet hatte] nicht annähernd genug Wissen und Erfahrung hatte, um mir selbst eine geeignete Linse auszusuchen). So habe ich auch das Optiker Blog von Optiker Schütz kennen- und schätzen gelernt. Dort fand ich tolle Augentropfen für mich. Um meine Probleme mit der Test-Kontaktlinse in den Griff zu bekommen, habe ich zu Herrn Dollt Kontakt aufgenommen und ihm meine Schwierigkeiten geschildert. Mit einer Antwort hatte ich nicht ernsthaft gerechnet – schließlich war ich ja bei der Konkurrenz. Aber weit gefehlt, ich bekam eine kompetente und freundliche e-Mail als Antwort zurück. Nachdem ich immer wieder mal Antworten und Rat per e-Mail eingeholt habe, hatte ich mich endlich überwunden:

Ich würde den weiten und beschwerlichen Weg nach Pforzheim auf mich nehmen. Der erste Termin dauerte ca. 1,5 Stunden. Der erste Eindruck war beeindruckend: Sehr gemütlich und technisch wirklich modern eingerichtet (auch von den medizinischen Geräten her). Herr Dollt hat sich meine bisherige Erfahrungen angehört und dann einige Untersuchungen gemacht (ausführlicher aus bei meinem Augenarzt oder bei dem vorherigen Optiker). Dann habe ich wieder Kontaktlinsen bekommen (1Day Acuvue Moist for Astigmatism) und habe die einige Tage lang getragen. Wieder hatte ich einige Schwierigkeiten beim Tragen, die ich sofort (per e-Mail oder Telefon) abklären konnte. Beim Kontrolltermin wurde ich wieder gründlich(!) untersucht und zum Verlauf des Tests befragt. Grünes Licht! Endlich Kontaktlinsen, mit denen ich scharf sehen kann und die angenehm zu tragen sind! 🙂

Fazit: Kontaktlinsen sind keine Pizza – und es ist gut und lohnend, wenn man als Kunde mal einen Optiker „seines Vertrauens“ gefunden hat. Jemand, der seiner Arbeit mit Verantwortungsbewusstsein, Ehrgeiz und einer Spur Perfektionismus nachkommt, die Probleme von mir als Kunden ernst nimmt. Dieses Gefühl habe ich bei Herrn Dollt. Er verfügt nach meiner Einschätzung und Erfahrung absolut über das Wissen und hat die nötige Kompetenz um auch einen Sonderfall (wie mich) gut zu beraten und mir eine brauchbare Lösung anzubieten. Dafür danke ich Ihnen, Herr Dollt, sehr herzlich und werde sie aus Überzeugung weiterempfehlen.

Eine abschließende Bemerkung: Mit den Marken und Namen möchte ich mich in diesem Artikel etwas zurückhalten – es geht mir nicht darum, andere Produkte oder Anbieter abzuwerten. Meine (teuer gesammelte) Erfahrung ist, dass eine handwerklich gute, individuelle Anpassung entscheidend für die Qualität, die Gesundheit und den Komfort ist – der Kontaktlinsenhersteller ist meiner Meinung nach zweitrangig.

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

Dieser Artikel hat einen Kommentar

  1. LadyLara on 19. Juni 2010 at 23:21 Antworten

    Hallo,

    der Erfahrungsbericht hat mir sehr gut gefallen. Ja, dem kann ich in jeder Hinsicht zustimmen. Denn ich habe die selbe Erfahrung gemacht wie er. Dort wo ich wohne geben sich leider viele Ärzte nicht richtig die Mühe, die passenden Kontaktlinsen zu finden. Denn sie haben nur immer ein Produkt von einer Firma, so leider auch viele Optiker.

    Ich kann auch sagen, dass man auf dieser Homepage besser beraten wird und mehr Hilfe bekommt als wo anders. Leider ist es oft schwierig den richtigen Optiker bzw. Augenarzt zu finden. Ich möchte mich auch ganz herzlich für ihre tolle Hilfe bedanken Herr Dollt. Es sollten wirklich viele Optiker oder auch Ärzte sich ein Beispiel an sie nehmen. Für mich ist die Reise von Kreis Bergheim Erft bis Pforzheim zu weit u. zu teuer. Schade, können sie nicht eine Zweigstelle hier hin verlegen. 🙂

    Da hätten Sie mit Sicherheit sehr viele Kunden.

    Schöne Grüße u. schönes Wochenende.

    Christiane

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