Komplexe Sehfehler verringern mit i.Scription

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Vor einigen Tagen entdeckte ich einen Artikel der Firma Carl Zeiss Vision über das Thema i.Scription.
Diesen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, da hier nochmals eingängig die Thematiken Wellenfront und Abbildungsfehler beschrieben werden.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und freue mich auf weiter Diskusionen, am besten im Artikel: Kundenerfahrungen mit i.Scription.

Mit neuen Messverfahruen und einem ganz neuen Typ der Brillenglasoptimierung, lassen sich komplexe Sehfehler verringern.

Bei Licht betrachtet sind die Dinge klar. Doch kaum dämmert es, verschwimmen die Konturen. Diese Erfahrung machen nicht wenige Brillenträger, vor allem beim Autofahren.
Der Grund: Normale Brillen können ausschließlich einfache Sehfehler korrigieren, zumal nur diese bei den üblichen Sehtests zu erkennen sind. Mit dem Messverfahren der Wellenfrontmessung und der daraus entwickelten Brillenglasoptimierung i.Scription lassen sich auch komplexe Sehfehler entdecken. Der Augenoptiker kann seinen Kunden eine wesentlich bessere Korrektion als bisher anbieten. Aus Sicht eines Wissenschaftlers ist das Auge ein klägliches Sehinstrument.
„Würde mir jemand ein optisches Gerät mit solchen Fehlern anbieten, würde ich es in aller Deutlichkeit zurückweisen“, sagte Hermann von Helmholtz.
Der Arzt und Naturwissenschaftler hatte im 19. Jahrhundert den Augenspiegel zum Betrachten der Netzhaut und das Ophthalmometer zum Messen der Hornhautverkrümmung erfunden und wusste, wovon er sprach. Die Brille gab es damals schon lange, sie war 1750 erfunden worden. Man korrigierte damit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und den Astigmatismus, die veränderte Krümmung der Hornhaut. Dies sind einfache Sehfehler, die sich mit einer Brille gut korrigieren lassen.

Etwa die Hälfte aller Menschen sieht nicht optimal. Die meisten von ihnen sind kurz- oder weitsichtig, aber nicht jede Fehlsichtigkeit lässt sich mit einem zu langen oder zu kurzen Augapfel oder einer verkrümmten Hornhaut erklären. Komplexere Brechungsfehler, so genannte Fehler höherer Ordnung, kennt man bei allen optischen Systemen. Sie treten auch beim Auge auf und sind noch dazu für jeden Menschen ganz individuell. Die herkömmliche Brillenglasbestimmung (Subjektive Refraktion) deckt nur einfache Sehfehler auf. Dabei versucht der Kunde auf einer hell erleuchteten Tafel, die dafür verantwortlich ist, dass die Pupille kleiner wird, immer kleinere Ziffern und Buchstaben zu erkennen. So wird nur die Sehleistung bei optimalem Licht berücksichtigt. Die Sehfehler höherer Ordnung sind von größerer Bedeutung, wenn die Pupille weit geöffnet ist. Das erklärt, warum ein Brillenträger tagsüber möglicherweise keine Probleme hat; in der Dämmerung oder nachts, wenn die Pupillen sich weiten, aber alles verschwommener wahrnimmt und sich geblendet fühlt.

In der Wellenfrontmessung fanden die Wissenschaftler von Carl Zeiss den Schlüssel zu einer wesentlich detaillierteren Ermittlung der Sehleistung. Damit war der Weg hin zu einer präziseren Brillenglaskorrektion geebnet. Augenoptiker können nun mit dem Messgerät i.Profiler die Wellenfrontmessung für die Brillenglasoptimierung nutzen. Der i.Profiler projiziert Lichtstrahlen niedriger Intensität auf die Netzhaut, die diese zurückstreut. Stellt das Gerät dabei eine verformte Wellenfront fest, deutet das auf Abbildungsfehler des Auges hin. Der i.Profiler ermittelt die Verteilung der Fehler über die gesamte Öffnung der Pupille. Dabei wird die Fehlsichtigkeit auf Hundertstel-Dioptrien genau gemessen – 25mal so präzise wie bisher. Aus diesen Messwerten lässt sich auch erkennen, wie die Bedingungen bei Dämmerung und Dunkelheit sind und welche Sehfehler höherer Ordnung das Auge aufweist. Mit den i.Profiler Daten und den Werten der herkömmlichen Refraktion wird die Brillenglasoptimierung i.Scription berechnet. Dazu haben die Brillenglas Designer bei Carl Zeiss einen speziellen Algorithmus entwickelt. i.Scription verhilft den Kunden vielfach zu einem erheblich verbesserten Seherlebnis.

i.Scription Pforzheim - Komplexe Sehfehler verringern

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

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