Kleeblattauflage bei formstabiler Kontaktlinse

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Neulich hatte ich ja bereits schon erwähnt, dass wir derzeit eine sehr interessante Kontaktlinsenanpassung am laufen haben.

Der Kunde wurde vom Städt. Klinikum an uns überwiesen. Nach einer Keratitis hat sich die Hornhaut stark verzogen. Nachdem wir unser Vorgehen nochmals mit der Klinik abgesprochen hatten ging die Anpassung los.

Auf dem Linken Auge wirkt ein Hornhautzylinder von -12,00 dpt. Was man auf dem folgenden Bild sehr gut erkennen kann. Eine Richtung ist deutlich stärker gekrümmt als die Andere.

Hornhaut

Die Simulation einer Probelinse ergab eine kleeblattförmige Auflage, die man in dieser Form sehr selten zu Gesicht bekommt. Eine Anpasslinse mit einer solch großen Radiendifferenz mussten wir uns erst anfertigen lassen. Als die Linse angefertigt war, konnten wir feststellen, dass die zuvor am Computer entworfene Linse, bis auf Kleinigkeiten wunderbar passte.

Hornhaut

Nachdem die Sehleistung des Kunden von unter 10% ohne Kontaktlinse, auf 100% mit Kontaktlinse stieg, waren wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Kleinigkeiten müssen am Sitz der Kontaktlinse noch verändert werden.

Wie man auch anhand dieser Anpassung erkennen kann, ist mit der heutigen Kontaktlinsentechnologie und viel Erfahrung fast alles möglich.

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

Dieser Artikel hat einen Kommentar

  1. Kay Dollt on 15. März 2007 at 12:04 Antworten

    Zu dem simulierten Fluobild sei noch gesagt, dass dies nicht die endgültige Kontaktlinse ist. Die Linse, so wie sie hier dargestellt ist, sitzt noch deutlich zu stark auf.
    Auf dem Bild erkennt man aber sehr gut diese „3-Punkt-Auflage“

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