Fazit der Contact.Live im Trageversuch

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Wöhlk - Contact.life Kontaktlinse

Das Testtragen der Contact.Live muss ich leider zugeben, war etwas spärlich dokumentiert. Dies möchte ich mit einem abschließenden Fazit wieder etwas gut machen. In den Sommermonaten war es relativ schwer ausreichend oft zu bloggen, da durchgehend einer der Kollegen Urlaub hatte, und ich mich so nicht ganz so oft ins Büro verziehen konnte.

Vom ersten Kontakt mit der Contact.Live habe ich ja bereits hier berichtet. Die Boxen sind im Design anders aufgebaut, als die der meisten anderen Hersteller. Ich persönlich finde sie sehr praktisch, da sie einen guten Stand auf dem Untergrund bieten.

Der Test der Contact.Live lief über gute 5 Wochen. Zu Anfang hat mich interessiert, wie gut die Kontaktlinsen mit einer One-Solution funktionieren. Hierzu habe ich die Contact.Live abends mit Complete Easy Rub abgerieben, abgespült und über Nacht eingelegt.

Die ersten Tage war der Tragekomfort hervorragend. Ab und an mal über den Tag hatte ich kurzzeitig das Gefühl, ich habe Kontaktlinsen auf dem Auge. In allen anderen Situationen habe ich von den Kontaktlinsen nichts gespürt. Es war also so, wie es sein sollte. Ab dem 10ten Tragetag habe ich immer häufiger festgestellt, dass der Tragekomfort der Contact.Live abnimmt. Es war einfach nicht mehr so angenehm, wie es das am Anfang war.

Nach 14 Tagen habe ich den ersten Versuch beendet. Eine Kontrolle meiner Augen, durch meinen Kollegen Herrn Jock ergab, dass die Kontaktlinse gut gesessen hatte, allerdings langsam Anzeichen der Verschmutzung aufwies.

Nach einigen Tagen Kontaktlinsenpause ging der Trageversuch der Contact.Live (Firma Wöhlk) in die zweite Runde. Dieses Mal wollte ich wissen, wie sich der Tragekomfort verhält, wenn ich die gleichen Kontaktlinsen nutze, diese aber mit einer Peroxidlösung reinige.

Hierfür habe ich OneStep genutzt, mit dem wir seit Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
Der Trage- und Sehkomfort in der ersten Woche war gleich dem der ersten Runde – sehr gut.

Interessant wurde es, als es so langsam an die 14 Tages-Grenze ging, in der ich bei der One-Solution so langsam leichte Einbußen im Komfort hatte. Dies war hier nicht der Fall.

Mein subjektives Gefühl und die objektiven Messungen, die mein Kollege in regelmäßigen Abständen bei mir vornahm, zeigten beide eine gut sitzende und saubere Kontaktlinse.
Anfang der vierten Tragewoche nahm der Komfort dann doch so langsam ab, so dass ich für mich beschlossen habe, am Ende der vierten Woche den Trageversuch abzuschließen.

Mein persönliches Fazit:
Ich persönlich empfand die Contact.Live der Firma Wöhlk als eine sehr angenehme Kontaktlinse. Ganz klar gemerkt habe ich den Unterschied zwischen der One-Solution und der Reinigung mit dem Peroxid-System One Step. Die kräftigere Reinigung hatte gerade ab der zweiten Tragewoche einen wesentlich höheren Komfort geboten.

Was man der Linse angefühlt hat, dass sie im Vergleich zu der Acuvue Oasys von Johnson&Johnson (14 Tages Kontaktlinse) einfach länger halten muss und dadurch etwas dicker ausfällt.

Ich persönlich werde weiterhin versuchen mit einem 14 Tages System zu arbeiten, da diese Linsen einfach noch einmal ein Tick dünner sind und meist weniger gespürt werden. Ist dies auf Grund der Parameter nicht möglich, oder muss ich auf Grund des Tränenfilms besser ein bionisches Kontaktlinsenmaterial verwenden, so wird in Zukunft die Contact.Live meine erste Wahl sein.

Ich freue mich bereits auf die Diskusionen zu diesem Beitrag. Schreiben Sie uns doch in die Kommentare, welche Erfahrungen Sie bereits mit der Contact.Live gesammelt haben.

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

Dieser Artikel hat 5 Kommentare

  1. Kay Dollt on 24. Oktober 2008 at 10:59 Antworten

    Hallo Daniel,

    freut mich dass die Kontaktlinse mittlerweile recht gut funktionieren.

    Blink Intensiv Tears wäre sicher eine Idee. Durch den höheren Hyaluronsäuregehalt, den die Tropfen im Vergleich zu anderen Mitteln auf dem Markt haben, plus dem PEG-400 (ein Stoff mit Hornhautglättenden Eigenschaften), haben wir bisher bei „schwierigen“ Augen große Erfolge erziehlt.
    Wir nutzen die Blink Intensiv Tears wirklich erst wenn die Blink Contacts nicht ausreichen.
    Blink Contacts haben eine ähnliche Zusammensetzung wie der Nachbenetzer von ReNu.
    Ein Versuch ist es also allemal Wert.

    Grüße Kay

  2. Daniel Lahmann on 24. Oktober 2008 at 08:47 Antworten

    Hallo Kay,

    nun trage ich seit rund anderthalb Wochen die neuen angepassten Linsen und ich muss sagen: es läuft gut mit ihnen. Einzig die trocknen Augen stören noch ein wenig, aber die hatte ich mit den Biofinity ja auch. Am Tag habe ich nicht wirklich große Probleme damit, dass heißt, die Linsen sitzen gut nur ab und an ist der Sehkomfort etwas eingeschränkt. Abends beim Rausmachen ist es jedoch recht unangenehm, wenn die Linse am Auge klebt und sich dadurch schwer entfernen lässt. Momentan tropfe ich mir deshalb vorm Rausmachen etwas ReNu-Augentropfen von Bausch und Lomb ins Auge. Wirklich effektiv ist das ganze jedoch nicht. Wär es Deiner Meinung nach empfehlenswert, mal die „Blink Intensiv Tears“ zu probieren? Wie lange ist der anhaltende Effekt da in etwa?

    LG; Daniel

  3. Daniel Lahmann on 6. Oktober 2008 at 16:48 Antworten

    Hallo Kay,

    vielen Dank für Deinen Beitrag, der mir eine gute Übersicht gegeben hat.
    Ich hatte am Samstag nun meinen Termin. Ein noch einmal durchgeführter Sehtest führte zum gleichen Resultat wie bereits vor drei Wochen. Die Optikerin entschied sich dann dafür, die AirOptix zu testen. Nach ner halbe Stunde Eingewöhnung machten wir einen erneuten Sehtest. Auf dem rechten Auge war kein Unterschied festzustellen und sie machte dann eine leichte Hornhautverkrümmung aus. Dafür bestellt sie jetzt ne Linse. Was allerdings noch viel merkwürdiger war: auf dem linken Auge, welches vorher noch einwandfrei „funktionierte“ sah ich nun auch nicht mehr gut und die Optikerin musste -0,75 dpt mehr auflegen, damit es besser wurde… Sie meinte ein wenig kann es von Linsenhersteller zu Linsenhersteller schwanken (um die -0,25) aber soviel sei ihr auch noch nicht untergekommen.
    Naja zumindest läuft das Probetragen mit den neuen Linsen nun echt schlecht…auf beiden Augen seh ich nicht wirklich optimal…und neun Tage muss ich noch durchhalten. Mal sehen, ob es mit den angepaßten Linsen dann besser läuft…ich halte Dich auf dem Laufenden!

    Liebe Grüße!

    Daniel

  4. Kay Dollt on 3. Oktober 2008 at 16:03 Antworten

    Hallo Daniel,

    Bei uns wird die Contact.Live sicher häufiger eingesetzt werden, als die Biofinity. Die Biofinity hat ein Silikonhydrogel-Material (gleiche Grundart wie die Acuvue Oasys) und die Contact.Live ein Biokompatibles-Material.

    Beide Kontaktlinsen neigen also durch verschiedene Grundmaterialien zu unterschiedlichen Ablagerungen.

    Da die Acuvue Oasys unsere „Hauptlinse“ ist, aus den oben beschriebenen Gründen, kommt bei uns die Biofinity nur recht selten zum Einsatz. Wir haben wenig Kunden, die explizit eine Monatslinse fordern.

    Sollten die Materialeigenschaften der Silikonhydrogel-Kontaktlinse bei einem Träger und dessen Tränenfilms nicht zusammen passen, wird das Biokompatible-Material und damit die Conctact.Live gewählt. Alternativ nutzen wir die Proclear von Cooper Vision, die ebenfalls ein Biokompatibles-Material nutzt.

    Auf die Entfernung ist natürlich schwer zu sagen, was für dich gut ist. Solltest du die Biofinity relativ gut tragen können, ist die Oasys von Johnson&Johnson mit sehr ähnlichen Materialeigenschaften kein Problem. Durch das dünnere Design könntest du die störenden Probleme eventuell abstellen. Leider hilft in den meisten Fällen lediglich ein Test, da die besten Theoretischen Überlegungen in der Praxis nicht immer zutreffen. 🙂

    Grüße Kay

  5. Daniel Lahmann on 2. Oktober 2008 at 12:04 Antworten

    Hallo,

    ein sehr interessanter Beitrag. Gerade den Vergleich zwischen der Behandlung mit Complete und OneStep fand ich sehr interessant. Was mich jetzt noch interessieren würde: wie ist Ihr Vergleich zwischen der Contact.life und der Biofinity. Beide Linsen sind ja für 4 Wochen Tragedauer ausgelegt und die Biofinity wurde durch Sie auch getestet.

    Ich bin im Moment ein bißchen auf der Suche nach einer Alternative zur Biofinity. Ich habe seit kurzer Zeit das Problem, dass ich auf der rechten Linse gerade bei der lesenden Arbeit am PC wie verschmiert sehe. Das Problem tritt seit dem ersten Tag des Monats auf und auch nach einem Tausch der Linsen (habe links wie rechts). Ich war deshalb auch schon beim Optiker, der allerdings am Sitz der Linse nichts auszusetzen hatte und zunächst eine Verunreinigung für die Ursache hielt. Nachdem ich die Linse jedoch herausgenommen hatte, machte die Optikerin etwas auf dem Auge aus. Der Sehtest im Anschluss verlief mit gleichem Ergebnis wie der vorher: unscharfes/verschmiertes Sehen auf dem rechten Auge, welches durch andere Gläser auch nicht besser wurde. Der drei Tage später aufgesuchte Augenarzt konnte allerdings nichts am Auge feststellen. Somit besteht das Problem weiterhin und ich habe am Samstag noch einmal einen Termin beim Optiker. Ich bin am Überlegen, ob ich die Accuvue Oasys mal probiere…in der Hoffnung, dass es wirklich an der Linse liegt..

    Beste Grüße!

    Daniel

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