Eine Brille mit – 20 Dioptrien – Eine gelungene Herausforderung
Kay Dollt am 14. Dezember 2009 um 15:48
Vor einigen Wochen besuchte uns ein Kunde mit dem Wunsch nach einer neuen Brille. Nun war dies kein ganz alltäglicher Fall, sondern eine gewisse berufliche Herausforderung für uns, diesen Neukunden auch wirklich richtig glücklich zu machen.
Der Kunde benötigt zur besten Sehleistung eine Stärke von - 20 Dioptrien.
Nach einem langen Gespräch und einer ausführlichen Seh-Analyse hatten wir die aktuell bestmöglichen Stärken ermittelt und machten uns an die Auswahl der Fassung.
Da unser Anspruch an Leistung und Qualität hoch ist, sehen wir solche Fälle immer auch als besondere Herausforderung.
Zum einen muss natürlich die Seh-Analyse besonders akribisch ablaufen, zum anderen müssen für das gute Sehen ganz besondere Gläser ausgewählt werden, und zum dritten muss bei der Fassung noch genauer auf Größe und Passform geachtet werden, als bei geringeren Stärken.
Diese Glasstärke verträgt keine Kompromisse!
Bei der Brillenfassung wurden wir bei dem französischen Designer Alain Mikli fündig. Die qualitativ hochwertige Kunststofffassung bietet dem Kunden was er benötigt. Die hervorragende Passform auf der Nase bringt eine optimale Gewichtsverteilung, und führt so nicht zu unnötigen Druckstellen.
Die hohe Stabilität und Haptik der Fassung machen eine absolut exakte Anpassung der Brille möglich. Bei einer solch hohen Stärke darf die Brille sich keinen Millimeter bewegen.
Für die Gläser wählten wir einen speziellen Schliff, bei dem die Glasstärke nicht komplett bis zum äußeren Rand der Gläser reicht, sondern sanft in einen so genannten Tragerand ausläuft. Dadurch kann sowohl Gewicht als auch Dicke eingespart werden.
Das Ergebnis ist eine Brille, auf die wir wirklich stolz sein können. Gewicht und Glasdicke fallen für diese hohe Stärke sehr schön aus.
Der Kunde hat die Brille am Freitag abgeholt und war spontan begeistert.
Laut eigener Aussage war dies die erste Brille, an welche er sich nicht „gewöhnen“ musste. Sowohl das Aussehen der Brille, als auch das sehr gute Sehen damit fand er sensationell.
Ich bin bereits sehr gespannt, welche Reaktionen die neue Brille in seinem Umfeld auslösen. Mit Sicherheit werden diese durch die Bank positiv ausfallen
.






14. Dezember 2009 um 23:29
“Der Kunde hat die Brille am Freitag abgeholt und war spontan begeistert.”
15. Dezember 2009 um 09:04
Danke schön
Uns auch…
20. Dezember 2009 um 15:16
“Bei einer solch hohen Stärke darf die Brille sich keinen Millimeter bewegen.”
Warum ist das denn so wichtg?
21. Dezember 2009 um 11:47
Die Stärke die ein Brillenglas aufbringen muss um die gewünschte Wirkung zu erzielen hängt vom Abstand zum Auge ab. Kontaktlinsen (die keinen Abstand zur Hornhaut haben, sondern direkt aufliegen) haben meist eine andere Stärke als die Brille.
Bei hohen Stärken wirken sich nicht nur Änderungen von 5-10mm auf die Wirkung aus, sonder auch schon Änderungen von 1mm.
Als kleines Beispiel saß die Messbrille, mit der wir die Stärken des Kunden bestimmt haben bei 14mm und die Endgültige Brille bei 10mm Abstand zum Auge. Diese 4mm Differenz haben 1,5 dpt Wirkung ausgemacht.
Bei normalen Stärken bis 5 dpt machen sich diese Entfernungsunterschiede aber kaum bemerkbar.
27. Dezember 2009 um 11:52
Hallo ich habe noch einige Dioptrienchen mehr (-24,5/-25) und trage seit Jahren auch diese Gläser. Ich bin sehr zufrieden. Zuvor hatte ich die Lentikulargläser mit den runden optischen Sehbereichen. Die optische Wirkung war gleich gut; aber das Aussehen….
27. Dezember 2009 um 18:02
Ich habe ähnliche Werte (-24 für die Ferne) und trage sowohl verblendete Lentikulargläser als auch “normale” Gläser. Ich finde die Brille auch sehr gut gemacht, vielleicht ein Anreiz für einige, die sich bisher nur mit Linsen aus dem Haus trauen, öfter Brille zu tragen. Einige meiner Bekannten meinen immer, dass die Umgewöhnung auf Lentikulargläser doch sicher sehr schwierig ist, ich für mich weiß aber, dass es eine Sache weniger Minuten ist, bis sich das Auge (oder gehirn) daran gewöhnt.
31. Dezember 2009 um 14:06
Hallo, ich habe -27,5/-28 für die Ferne und trage Lentikulargläser mit den runden optischen Sehbereichen.
21. Mai 2010 um 13:44
Hallo,
meine Werte sind -26 dpt.Trage Lentikulargläser und bin sehr zufrieden damit.
22. Mai 2010 um 12:30
Hi Zwinge,
super das freut mich sehr, dass es gut klappt
27. November 2011 um 22:30
Hallo!
Ich habe bei Kontaktlinsen -18 dioptrin, was für Gläser kann man da empfehlen und wieviel würden diese kosten?
Lg Annette
09. Januar 2012 um 11:20
auch ich benötigte immer stärkere Gläser. Ab -10 bekam ich die runde Lentigläser, ab ca. -15 dann Formlenti und ab -18 Lentilux. Das hatte ich nur bis -22 vertragen und ab dann wieder die runden Lentis. Irgendwann war es möglich, -25/-24,5 mit Lentilux zu tragen – und ich habe mich daran gewöhnt. Trotzdem trage ich die (obwohl häßlich) lieber die runden Lentis und ich habe hier ein etwas besseres Sichtfeld.
10. Januar 2012 um 17:51
Liebe Annette,
da kann ich Dir verblendete Lentikulargläser (z. B. Firma Solira) mehr als empfehlen. Ich habe solche Gläser, seitdem ich zum ersten Mal die -10 Dioptrien-Grenze überschritten habe. Mittlerweile bei -11/-14 trage ich sie ziemlich oft (anstatt Kontaktlinsen), da sie wegen der Verblendung kosmetisch wirklich unauffällig und in der hochbrechende Kunststoff-Variante auch sehr leicht sind.
Viele Grüße
Chris
10. Januar 2012 um 20:43
danke für eure antworten! mittlerweile habe ich eine brille, dort habe ich minus 21 dioptrin. mein optiker hat mir mineralgläser empfohlen, allerdings die suche nach dem rahmen war nicht einfach. meine augen müssen nun lernen von linsen auf brille umzuschalten, sagen wir besser der kopf. als ich die brille das erste mal auf hatte, dachte ich ich seh so nie was, mittlerweile funktioniert es ganz gut. ist allerdings kein vergleich mit dem sehen mit den linsen!
lg annette!
11. Januar 2012 um 08:18
Liebe Annette, freut mich, dass Deine Brille gut passt. Das mit der Gewöhnung wird recht schnell gehen. Nachdem ich über 15 Jahre fast nur Kontaktlinsen getragen habe, verwende ich meine Brille nun sicherlich die Hälfte der Zeit. Ein Tipp noch fürs nächste Mal: Lentikulargläser gibt es auch als Mineralvariante mit wirklich geringen Randdicken und daher für viele Rahmen geeignet. Seitdem ich Lentikulargläser habe, bin ich auch nicht mehr auf die ganz kleinen Brillenfassungen beschränkt. Viele Grüße, Chris