Eine Brille für Ferne und Nähe … Wer hat`s erfunden?
Kay Dollt am 12. November 2009 um 16:54Nein, zur Abwechslung waren es einmal nicht die Schweizer. Die erste Mehrstärkenbrille ist eine Erfindung des nordamerikanischen Staatsmanns Benjamin Franklin.
In eine runde Brillenfassung wurde nicht wie üblich ein rundes Glas mit Fern- oder Nahwirkung eingearbeitet, sondern zwei Halbrunde Brillengläser mit unterschiedlicher Wirkung. So konnte der Brillenträger im oberen Glas die Ferne und unteren Bereich die Nähe scharf sehen.
Man kann es kaum glauben, die Erfindung wurde im Jahr 1785 dokumentiert und ist somit bereits weit über 200 Jahre alt.
Der direkte Nachfahre des so genannten Franklin-Glases ist auch heute noch am Markt erhältlich. Im klassischen Bifokalglas wird das Nahteil eingeschmolzen und ist somit wesentlich leichter zu verarbeiten.
Abgelöst wurde die Technologie bereits vor einigen Jahrzehnten durch die Gleitsichtgläser, die auf Grund des „weichen“ Verlaufes zwischen Fern- und Nahbereich sowohl ästhetisch schöner sind, als auch die Möglichkeit bieten alle Entfernungen scharf zu stellen.




