Eine Brille für Ferne und Nähe … Wer hat`s erfunden?

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Nein, zur Abwechslung waren es einmal nicht die Schweizer. Die erste Mehrstärkenbrille ist eine Erfindung des nordamerikanischen Staatsmanns Benjamin Franklin.

In eine runde Brillenfassung wurde nicht wie üblich ein rundes Glas mit Fern- oder Nahwirkung eingearbeitet, sondern zwei Halbrunde Brillengläser mit unterschiedlicher Wirkung. So konnte der Brillenträger im oberen Glas die Ferne und unteren Bereich die Nähe scharf sehen.

Man kann es kaum glauben, die Erfindung wurde im Jahr 1785 dokumentiert und ist somit bereits weit über 200 Jahre alt.

Der direkte Nachfahre des so genannten Franklin-Glases ist auch heute noch am Markt erhältlich. Im klassischen Bifokalglas wird das Nahteil eingeschmolzen und ist somit wesentlich leichter zu verarbeiten.

Abgelöst wurde die Technologie bereits vor einigen Jahrzehnten durch die Gleitsichtgläser, die auf Grund des „weichen“ Verlaufes zwischen Fern- und Nahbereich sowohl ästhetisch schöner sind, als auch die Möglichkeit bieten alle Entfernungen scharf zu stellen.

Bild: Zeiss Kompendium
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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

Dieser Artikel hat 2 Kommentare

  1. steffi on 24. Mai 2012 at 15:08 Antworten

    ist diese antwort wirklich richtig??? denn bei anderen seiten stehen ganz andere lösungen. zum beispiel dass die erste brille im 13. jahrhundert erfunden wurde.

    • Kay Dollt on 24. Mai 2012 at 15:13 Antworten

      Hi Steffi, da wir damals nicht dabei waren, können wir dies natürlich nicht zu 100% sagen. Hier im Artikel geht es aber um die Bifokalbrille, nicht die Brille im Allgemeinen. Diese ist mit Sicherheit deutlich älter.

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