Eindrücke vom Johnson&Johnson Kontaktlinsensymposium 2009

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Mittlerweile ist es bereits fast eine Woche her, dass ich vom Johnson&Johnson Kontaktlinsensymposium aus Hamburg zurückgekommen bin. Das Tagesgeschäft, welches hier in Pforzheim auf mich wartete, hat es leider nicht früher erlaubt, über die bemerkenswerte Veranstaltung zu berichten.

Heute nehme ich mir die Zeit und möchte für Sie, über die Themen dieser Fortbildung schreiben.

Veranstaltungsort war dieses Jahr das European Surgical Institute.

Henning Reichardt (Geschäftsbereichsleiter Deutschland J&J Vision Care) und Christian Döhr (Professional Affairs Manager J&J Vision Care), eröffneten die zweitätige Veranstaltung. Anlässlich des diesjährigen Johnson&Johnson Jubiläums „20 Jahre Acuvue“ gaben Sie zunächst einen kleinen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre.

Erster Redner war Dr. Jürgen Brenner, Leiter des ESI. Herr Dr. Brenner hatte die Aufgabe, uns von Innovationen im Medizinproduktebereich zu berichten. Als Leiter des weltweit führenden Zentrums konnte er hierüber sehr beeindruckend referieren.

Auf Herr Dr. Brenner’s Einführung folgten die Produktvorstellungen der Acuvue Oasys for Astigmatism, sowie der 1Day Acuvue TruEye. Neben den Mitarbeitern von Johnson&Johnson, die über Details und Marktchancen der Produkte sprachen, referierten die Kollegen Optiker Roger Anhalm und Hilmar Feldmann über ihre Erfahrungen mit den neuen Kontaktlinsen.
Dieser Teil bot mir persönlich keine nennenswerten Neuigkeiten, da ich zum einen diese Kontaktlinsen von der vorangegangenen RoadShow bereits kannte. Vor allem aber konnten wir bei uns im Geschäft bereits beide Produkte testen und ebenfalls große Erfolge damit erzielen.

Dennoch war spannend zu hören, welche Fälle die Kollegen besprachen, auf welche Dinge sie in der Anpassung achten usw.

Unangekündigt hatte sich im Anschluss der Parodist Oliver Tissot ins Programm geschmuggelt. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, sorgte er für einen Lacher nach dem andern. Ironisch sprach er über unsere Branche, die vorangegangenen Reden und natürlich über das anstehende Abendprogramm. Für Kurzweile war dank Herrn Tissot absolut gesorgt.

Nach einem amüsantem Abendprogramm und interessanten Gesprächen mit den Kollegen ging es am zweiten Tag zunächst mal auf Englisch weiter.

Der Vortrag von Anna Sulley, „The truth about compliance“ war eine spannende Aufbereitung der Thematik „Compliance“.

Über die Details werde ich in einem separaten Beitrag berichten, da hier extrem viel angesprochen wurde, was einem Kontaktlinsenträger im Alltag hilfreich sein kann.

Stefan Bandlitz referierte im Anschluss über „Vitalfarbstoffe in der Kontaktlinsen-Anpassung“. Er brachte uns näher, mit welchen Farbstoffen, neben den weitläufig bekannten, die Gesamtsituation „Auge“ noch aufschlussreicher beurteilt werden kann.

Nach einer kurzen Kaffee-Pause stellte Dr. Heiko Pult seinen so genannten „P-Test“ vor. Schwierigkeiten in der Kontaktlinsenanpassung bei trockenen Augen können so besser vorher gesagt werden. Ein äußerst spannendes Thema, mit welchem wir uns intern sicher nochmals auseinandersetzten werden, um unsere eigene Anpassqualität noch einmal steigern zu können.

Mein ganz persönliches Highlight war Frau Sabine Hübner, mit ihrem Vortrag „Gelebte Servicekultur“. Hier ging es zwar Primär nicht um die Anpassung von Kontaktlinsen, sondern vielmehr um Kundenorientiertes Verhalten aus ihren Ausführungen konnte ich allerdings einiges ziehen, das den Tagesablauf im Geschäft noch optimieren kann.

Nach Peter Lüthi aus der schönen Schweiz, der ein Kundenbindungsinstrument vorstellte,  war als letzter Redner Dominik Neidhart auf der Tagesordnung.

Herr Neidhart ist Hauptberuflich Segelsportler und erzählte aus seiner Zeit beim Team Alinghi, das den prestigeträchtigen Americas Cup gewinnen konnte. Eine super spannende Geschichte, mit faszinierenden Einblicken in den Alltag eines Athleten. Seine ausführliche Schilderung über den Teamgeist im Sport, ohne den keine Siege erzielt werden können, übertrug er auf das Team im Berufsalltag. All das heute gelernte Fachwissen ist  für einen allein zwar enorm wichtig, kann aber nur in einem gut funktionierenden Team auch richtig an den Kunden gebracht werden.

Fazit der Veranstaltung:
Es hat einmal mehr großen Spaß gemacht in Hamburg dabei zu sein. Die Vorträge waren eine gute Mischung aus Innovativen Produkten, Tipps und Tricks für die Anpassung, sowie Möglichkeiten die Geschäftsprozesse zu optimieren.

Die Fortbildung war in den vergangenen Jahren immer ein Highlight und konnte diesen Erwartungen auch in diesem Jahr absolut Stand halten.

Ich freue mich heute schon auf das kommende Jahr 😉

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

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