Doping fürs Auge

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Mit der folgenden These ging Anfangs der Woche ein Artikel auf der Homepage des Sterns online:

Die Sehfähigkeit des menschlichen Auges lässt sich durch einfache Versuche trainieren. So konnte bei Probanden nachgewiesen werden, dass ihr Gehirn optische Reize besser wahrnehmen konnte, wenn sie vorher auf einen flackernden Bildschirm schauten.

Im ersten Moment war ich verwundert, da man die ganzen Jahre in der Optik beigebracht bekam, ein Flimmern am Bildschirm zu vermeiden. Nun soll das Flimmern sogar das Gehirn trainieren??

Nachdem ich den ganzen Text gelesen hatte, war recht schnell klar, dass der Text nicht dazu auffordern soll, den Monitor flackern zu lassen. Der Effekt des Gehirntrainings verschwindet bereits nach einer Viertelsekunde. Interessant ist allerdings, dass nun die Gehirnströme dahingehend ausgewertet werden können.

Vielleicht lässt sich in der Zukunft, aus diesen Erkenntnissen etwas Nützliches bauen. Ich könnte mir eine hochauflösende Kamera, ein Nachtsichtgerät, oder ähnliches vorstellen. Die Daten des Gerätes werden dann nicht an einen Bildschirm übertragen, sondern auf irgend eine Weise in den Gehirnstrom geleitet.

Was könnten Sie sich denn mit diesen Möglichkeiten vorstellen?

(Stern-Artikel: Doping fürs Auge)

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Autor: Kay Dollt

Als Augenoptikermeister ist er seit 5 Jahren Mitglied im Optiker Schütz Team. Außer um die Webpräsenz und die Blogberichte kümmert er sich natürlich um sämtliche Belange unserer Kunden rund um die Kontaktlinse und Brille. Was er mag: www - und alles was damit zu tun hat Was er überhaupt nicht mag: Wenn wider Erwarten unsere "Jura" streikt...

Dieser Artikel hat 4 Kommentare

  1. Crazy Girl on 15. Januar 2009 at 07:40 Antworten

    Plus oder Minus – hmm – hab auf die Schnelle meine Unterlagen leider nicht gefunden. Ich weiß gerade nur so viel, dass es Kurzsichtigkeit ist.

    Das was Du ansprichst habe ich auch schon mal gehört, im Zusammenhang mit einer Rasterbrille, so ein Plastikding wo man wie hinter einem Gefängnis durch lauter Karos kucken soll. Ich habe das damals aber ehrlich gesagt nicht geglaubt 😉

    • Kay Dollt on 15. Januar 2009 at 09:39 Antworten

      Wenn du Kurzsichtig bist, trägst du eine Minusbrille.. Das kannst du selbst also nicht ausgleichen. Ist es nur ein kleiner Wert fällt es dir halt nur beim Blick ins „Unendliche“ auf.
      Im Raum siehst du auch ohne recht gut.

      Genau mit einer Rasterbrille werden solche Dinge gemacht. Ist das Prinzip vom Fliegenauge. Ich schau mal das ich mich in dieses Thema etwas mehr einlese, dann kann ich hier auch mal drüber schreiben. Im Moment ist mein Wissen zu diesem Thema nicht ganz so tief.. muss ich gestehen 😉

  2. Crazy Girl on 14. Januar 2009 at 13:37 Antworten

    Weil sich das menschliche Auge trainieren lässt, trage ich meine Brille auch so selten. Mir hat das im Ernst der Augenarzt schon vor vielen Jahren so erklärt, dass je mehr ich sie tragen würde, desto mehr würde sich das Auge daran gewöhnen und die Verbesserung der Sehfähigkeit einstellen.
    Ich habe zumindest das Glück, dass ich keine großartige Sehschwäche habe, sondern auch laut meiner letzten Augenärztin, nicht wirklich eine Brille brauche und sie nur aufsetzen soll, wenn ich meine (z.B. weit hinten in einem Raum wenn ich vorne was erkennen will oder wenn die Augen aufgrund übermäßiger Bildschirmarbeit schmerzen).

    • Kay Dollt on 14. Januar 2009 at 15:23 Antworten

      Hey Crazy 😉
      da geb ich dir in Teilen Recht.. Solltest du Plusstärken in deiner Brille haben stimmt das. Das Auge kann selbst lediglich Plusstärken erzeugen.
      Wenn du diese Korrektion also etwas zu schwach machst, oder nicht immer trägst, bleibt das Auge in der restlichen Zeit in Anspannung und Übung.

      Eine Minusstärke kann das Auge auch bei größter Anstrengung nicht leisten. Hast du hier eine unterkorrigierte Brille oder keine Brille auf, siehst du einfach schlechter. Das Auge arbeitet deswegen aber nicht mehr.
      Die Meisten Studien gehen aktuell sogar von aus, dass eine Unterkorrektion, den Fortlauf der Stärkenänderung verschnellert.

      Was ich aus der Praxis kenne ist folgendes: WEnn du mal gesehen hast, wie klar die Welt sein kann, fällt dir das beim direkten Wechsel zwischen Korrektion und keiner Korrektion stark auf. Trägst du jetzt mal einige Zeit keine Brille fällt es dir nicht mehr so auf, dass es nicht 100% scharf ist.

      Bei der Thematik in diesem Artikel geht es quasi um Sinnesschärfung. Hier gab es auch vorher schon Studien, dass dies funktioniert. Hat aber nichts mit deiner Brillenstärke zu tun.
      Du bringst lediglich dein Gehirn dazu, aus den vom Auge gelieferten Daten mehr herauszuholen.
      Zu diesem Thema gibt es schon diverse Bücher.. wobei einige mit dem Titel eben darstellen, die Brille nach einiger Zeit training nicht mehr tragen zu müssen. So ein Fall hab ich in der Praxis noch nicht erlebt.
      Ich lasse mich da aber gern belehren.. Immerhin entdeckt man jeden Tag etwas Neues 😉

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