Archiv für die Kategorie ‘Häufig gestellte Fragen’

Die Brille ist aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen und wird nur noch in sehr begrenzten Fällen bezuschusst.

Grund hierfür ist die Tatsache, dass eine Sehschwäche nicht als Krankheit gilt.

Gott sei Dank hat sich die Brille in den vergangenen Jahren, von der einfachen Sehhilfe, die man benötigt um einen Sehfehler zu korrigieren, zu einem Mode- und Styling Accessoire entwickelt.

Aus diesem Grund werden wir eher selten auf die Leistung der Krankenkassen angesprochen.

Allen die es genau wissen möchten, erläutern wir hier kurz die wenigen Fälle, in denen die gesetzlichen Krankenkasse einen Beitrag leistet.

Einen Zuschuss zur neuen Brille erhalten Kinder und Jugendliche bis zur Volljährigkeit, sowie Menschen mit extrem schlechter Sehfähigkeit. Hierbei dürfen beide Augen einzeln nicht mehr als 30% Sehkraft erreichen.

In beiden Fällen gibt es je nach Stärke und Hilfsmittel zwischen 10 und 20 Euro für Einstärken-Brillengläser, sowie um die 50 Euro für ein Mehrstärken-Brillenglas dazu.

Neben diesen festgesetzten Fällen können bei Augenkrankheiten, wie dem Keratokonus per Kostenvoranschlag individuelle Zuschüsse beantragt werden. Hier gibt es keinen festgeschriebenen Satz.

Diese Frage hat nicht nur mit unserem Sehsinn zu tun, trotzdem möchte ich Ihnen heute eine Erklärung liefern.

Die Schwierigkeit für unser Gehirn liegt darin, dass beim starren Blick auf ein Buch, oder eine Zeitschrift, unser Auge dem Gehirn die Information liefert, die Umgebung wäre stillstehend.

Unser Gleichgewichtssinn im Ohr hingegen registriert die Fliehkräfte die während der Fahrt in alle Richtungen auftreten.

Unser Gehirn bekommt nun sowohl die Information, wir befinden uns in Bewegung, als auch die Information, wir sind in einer ruhigen Position.

Diese gegensätzlichen Reize führen zu einem durcheinander. Manche Menschen können dieses „Gefühlschaos“ besser verkraften als andere.

Im Übrigen ist die Erklärung für dieses Phänomen, auch auf die Problematik der Seekrankheit anwendbar.

Befinden Sie sich an Board eines Schiffes in der Kabine, scheint die Welt für das Auge ruhig zu sein. Ihr Ohr hingegen nimmt den Wellengang wahr.

Abhilfe schafft hier oft der Gang an Deck. Ihr Auge nimmt so, genauso wie das Ohr, die Bewegung wahr.

In der heutigen Zeit sind viele Menschen vom Phänomen der trockenen Augen betroffen.

Klimaanlagen, Heizungsluft, Computerarbeit, unausgewogene Ernährung, etc., etc. sind nur einige Faktoren, die trockene Augen begünstigen. Wer jedoch richtig mit dieser Problematik umgeht, hat wenig Schwierigkeiten mit den Symptomen des trockenen Auges.

Sehr hilfreich ist die Verwendung einer Nachbenetzungslösung. Wir empfehlen unseren Kunden hier seit langem die Blink Serie aus dem Hause AMO. Mit den beiden Mitteln Blink Contacts für normale Augen, sowie Blink Intensive Tears für sehr empfindliche Augen haben wir extrem gute Erfahrungen gesammelt. Und dies übrigens nicht nur bei Kontaktlinsenträgern. Über die positive Auswirkung dieser „Augenpflege“ sind auch unsere Brillenträger sehr dankbar.

Häufig stellt sich jedoch die Frage, wie man am effektivsten die Tropfen auf die Augen bringt, um die angenehme Wirkung zu erfahren.

Wir empfehlen es Ihnen folgender Maßen:

  • Den Kopf in den Nacken legen
  • Das Unterlid leicht vom Auge abheben
  • Mit den Augen nach oben blicken
  • Leichten Druck auf die Flasche geben, so dass sich ein kleiner Tropfen Flüssigkeit bildet
  • Die Tropfen in die entstandene „Regenrinne“ fallen lassen

Wichtig beim Vorgehen: Die Flasche soll weder die Augen, noch die Lider berühren, damit sich an dieser keine Keime ablagern können.

Was ist eine Winkelfehlsichtigkeit ?

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Des öfteren werden wir in Beratungsgesprächen gefragt, was eine so genannte Winkelfehlsichtigkeit ist. Einige Kunden schnappen dieses Wort beim Augenarzt oder Freundeskreis auf und fragen sich danach, was es bedeutet.

Was muss man sich unter einer Winkelfehlsichtigkeit vorstellen?

Liegt bei Ihnen eine Winkelfehlsichtigkeit vor, dann hat Ihr Augenpaar die Tendenz nicht gerade aus zu sehen, sondern leicht abzudriften. Im hier gezeigten Beispiel zeigen die Sehachsen nicht gerade nach vorn, sondern driften nach innen ab. Ebenfalls gibt es die Varianten dass die Augen nach außen tendieren, oder einen Unterschied in der Höhe haben.

Im Volksmund ist dieses Phänomen wohl eher als Schielen bekannt. Im Gegensatz zum Schielen, ist eine Winkelfehlsichtigkeit nicht sichtbar.

Wieso ist eine Winkelfehlsichtigkeit von außen nicht sichtbar?

Liegt eine solche „Fehlstellung“ vor, erhält das Gehirn von den beiden Augen unterschiedliche Bilder geliefert und produziert ein Doppelbild. Um diesen Effekt zu unterdrücken werden die Augenmuskel angewiesen, diese Stellung auszugleichen.

In unserem Beispiel würden die äußeren Muskeln stärker ziehen, um das Augenpaar wieder nach außen zu lenken.

Beim Schielen funktioniert das nicht, da meist die Verdrehung der Augen zu stark ist. Daher ist das Schielen von außen erkennbar, hingegen die Winkelfehlsichtigkeit nicht zu sehen.

Welche Auswirkungen hat eine solche „Fehlstellung“ für Sie?

Die Bewegungsmuskeln der Augen sind permanent unter Anspannung. Das hat meist sogenannte asthenopische Beschwerden (Kopfschmerzen, Augentränen, Druckgefühl) zur Folge.

Kleine Anekdote am Rande: Viele Menschen haben eine kleine Winkelfehlsichtigkeit. Mit einem Bierchen zu viel intus, verlieren die Augenmuskeln die Anspannung. Die Augen rollen somit in ihre Ruheposition und hat ein Doppelbild zur Folge. Daher kommt die Redewendung, im Rausch doppelt zu sehen.

Wie erreicht man ein angenehmes, entspanntes Sehgefühl?

Um den Augen diesen minimalen Stellungsfehler zu erlauben, gibt es so genannte Prismen. Ein Prisma kann einen Lichtstrahl in eine andere Richtung lenken. Wir können somit dafür sorgen, dass sich nicht die Augen in Richtung Licht bewegen müssen, sondern das Licht zum Auge gelangt. Dies geschieht dann ohne Anstrengung der Augenmuskeln.

Wenn die Winkelfehlsichtigkeit durch ein Prisma korrigiert ist, erkennt man dann ein Schielen?

Da durch das Prisma ihr Augenpaar in die „Ruheposition“ gehen kann, ist bei absolut genauem hinsehen eine leichte Fehlstellung der Augen erkennbar. Da dies meistens extrem geringe Ausmaße hat, fällt es im Alltag überhaupt nicht auf.

Sollten Sie am Ende eines Tages häufig mit Kopfschmerzen, Mattigkeit und Ähnlichem kämpfen, liegt vielleicht eine Winkelfehlsichtigkeit vor. In diesem Falle können wir Ihnen eine gründliche Seh Analyse durch den Augenoptiker nur empfehlen. (Parallel müssen die Augen auch vom Augenarzt medizinisch untersucht werden.)

Welche Daten stehen im Brillenbügel

Montag, 31. August 2009

Häufig werden wir in Emails gefragt, welche Daten denn dort in den Brillenbügel geprägt werden.

Vielleicht hat Sie dies auch schon immer interessiert – Hier kommt die Antwort

Im Bügel werden meist folgende Angaben eingraviert:

- Hersteller
- Modellnummer
- Farbbezeichnung
- Größe
- Länge der Bügel

In unserem Beispielfall handelt es sich um eine Fassung der Firma Flair.

Modelbezeichnung ist die 136.

Flair schreibt zur Farbbezeichnung sogar noch Col. hinzu um es verständlicher zu machen.

Leicht erkennt man die Kombination aus Glasgröße und Stegweite. Die beiden Zahlen werden meist mit einem / oder einem Quadrat getrennt.

Die Glasgröße gibt in Millimetern an wie breit eines der beiden Gläser ist. Die sogenannte Stegweite gibt in Millimetern die Entfernung zwischen beiden Gläsern an.

Als letztes ist meist die Bügellänge mit aufgebracht. Diese Zahl ist einfach zu erkennen, da sie nur in 5mm Schritten genutzt wird. Gängige Größen sind 130, 135 und 140

In unserem Fall wurde zusätzlich noch die Materialbezeichnung in den Bügel eingebracht.

Häufig können wir mit unseren Video-Mikroskopen eine Veränderung der Lidränder unserer Kunden feststellen. An dieser Beispielaufnahme können Sie eine verstopfte Talgdrüse (Meibom-Drüse) erkennen.

Nachdem der Ausgang der Drüse verstopft ist, schwillt sie an und ist oft auch ohne Mikroskop gut erkennbar.

Wie Problematisch dieser Zustand für den Tränenfilm ist, wird klar, wenn wir uns einmal die Funktion diese Drüsen genauer ansehen.

Die Meibom-Drüsen produzieren ein öliges Sekret für den Tränenfilm: die Lipidschicht.

Diese bildet die äußerste Schicht des Tränenfilms und soll diesen vor dem Austrocknen schützen.

Können die Drüsen nun nicht genügend Lipide produzieren, verdampft der Tränenfilm schneller und führt somit zu trockenen Augen.

Die Folgen können neben trockenen Augen, auch ein Verschwommensehen, Fremdkörper- oder Sandkorngefühl oder sowie tränende Augen sein.

Wie können Sie Ihre Lidkanten pflegen

1.) Warme Kompressen

Legen Sie für etwa 5 Minuten ein in lauwarmem Wasser getränktes, sauberes Tuch auf die geschlossenen Augen. Dadurch wird das ölige Sekret in den verstopften Drüsen verflüssigt.

2.) Reinigung

Säubern Sie die Lidränder und entfernen Sie alle Verkrüustungen im Bereich der Augenlider, insbesondere auch zwischen den Wimpern. Verwenden Sie dafür benetzte Wattestäbchen (z.B. mit Blephagel) – immer ein Wattestäbchen pro Auge. Reinigen Sie nur die Außenseite der Lider. Halten Sie die Augen dabei geschlossen.

3.) Lidmassage

Mit dem Finger oder einem Wattestäbchen massieren Sie nun bei geschlossenem Auge Ober- und Unterlid, jeweils in Richtung der Wimpern. Dadurch wird das ölige Sekret aus den Drüsen gedrückt.

Viele unter Ihnen würden diese Frage spontan mit EINE beantworten.

Unsere Antwort lautet: Genau genommen reicht eine nicht!

Dass es nicht nur der modische Aspekt ist, der eine – oder mehrere Zusatzbrillen notwendig macht erfahren unsere Kunden im ausführlichen Beratungsgespräch vor Ort.

Denn erstens, wer geht schon im kleinen schwarzen zum Zahnarzt, oder mit dem Jogginganzug zum Candle Light Dinner…

Und zweitens ist uns der praktische Faktor noch viel wichtiger.

Beispiel 1: Gleitsichtbrille. Diese bietet Ihnen den ganzen Tag über scharfes Sehen in sämtlichen Entfernungen und in möglichst vielen Situationen. Jedoch hat die Gleitsichtbrille auch Grenzen, die Sie nicht immer in Kauf nehmen müssen.

Lesen im Bett, Fern sehen im Liegen, Arbeiten am Computer können Sie mit einer speziell dafür ausgewählten Brille kompromisslos erleben. (Denn wer geht schon mit Wander Schuhen ins Freibad, oder mit Skischuhen zum Bergsteigen…)

Beispiel 2: Lesebrille. Mit dieser lesen Sie jedes Buch und jede Speisekarte und machen einen guten Zug auf dem Schachbrett; was aber, wenn Sie gleichzeitig Ihr gegenüber im Blick haben möchten? Dafür bietet die Business- oder Hobbybrille den erweiterten Nahbereich.

Beispiel 3: Fernbrille. Sie haben eine wunderschöne, fast unsichtbare randlose Fassung ausgesucht.

Was aber, wenn Ihre Sportart Handball, Volleyball oder Fußball ist? So hübsch die Fassung auch ist, etwas empfindlich ist sie schon. Ob sie den draufgängerischen Körperkontakten Stand hält? Eine zweite Sportbrille oder sogar Kontaktlinsen lassen Sie beruhigt weiterspielen! (Denn wer rennt schon mit den Kickschuhen den New York Marathon…)

Inspiriert diesen Bericht zu schreiben hat mich übrigens ein Beitrag zu diesem Thema, den ich auf dem Carl Zeiss Blog (besser-sehen.zeiss.de) gelesen habe. Da auch ich immer gern das Thema Schuhe als Vergleich nutze musste ich schon schmunzeln über die Tatsache, dass es wohl der nachvollziehbarste Vergleich ist.

Im Übrigen kann ich folgendes Zitat auch aus ganz persönlicher Sicht nur unterstreichen:

DAS LEBEN IST ZU vielfältig um es nur durch eine Brille zu sehen !

Lassen Sie sich doch beim nächsten Brillenkauf überraschen, welche Fragen wir Ihnen in unserer neu geschaffenen Eye-Lounge stellen und welche individuellen Lösungsvorschläge daraus resultieren.

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