Archiv für die Kategorie ‘Häufig gestellte Fragen’

Viele unserer Kontaktlinsenkunden tragen ihre Linsen sporadisch. Sie tragen oft die Brille und zu gewissen Anlässen auch gerne einmal Kontaktlinsen. Gerade wenn die Linsen nur zum gelegentlichen Sport, oder dem Besuch im Theater oder sonstigem genutzt wird, machen Tages-Kontaktlinsen am meisten Sinn.

Auf Grund der Tatsache, dass die Linsen täglich gewechselt werden, der Tauschrhythmus also ganz kurz ist, kann das Material entsprechend konzipiert werden. Die Tageslinsen sind ultradünn und daher kaum zu spüren. Zudem entfällt die Reinigung, was einem das Linsen Tragen doch ganz schön erleichtert.

Nun gibt es diese Tageslinsen meist in zwei Verpackungsgrößen, dem 30er Pack und der 90er Packung. Wie Sie bereits richtig erraten haben, sind dort entweder 30, oder 90 Kontaktlinsen in einer Stärke enthalten.
Benötigen Sie unterschiedliche Stärken für Ihre beiden Augen (Normalfall), so müssen Sie sich zwei Packungen zulegen.

Eine häufige Frage unserer Kunden ist, ob sich die große Verpackungseinheit mit 90 Kontaktlinsen überhaupt lohnt. Die einfache Antwort auf diese Frage ist JA.
In der Regel sparen Sie sich 15 bis 20 Prozent des Preises für die selbe Anzahl der Kontaktlinsen.
Da die einzelnen Kontaktlinsenblister steril verpackt sind und daher zwischen 3 und 5 Jahre haltbar sind, ist es überhaupt kein Problem, die Kontaktlinsen rechtzeitig zu verbrauchen.

Sollten Sie also 2-3 mal pro Woche Ihre Kontaktlinsen tragen, können wir Ihnen die große Packung ans Herz legen. Nutzen Sie hingegen Ihre Kontaktlinsen nur ca. eine Woche im Jahr, z.B. für Ihre Urlaubsreise, macht wiederum die kleine Packung Sinn, weil Sie so besser auf eine Änderung Ihrer Sehstärke reagieren können.

Vor einigen Tagen hatte ich eine kurze Twitter Konversation, bei der ich einer Dame einen Tipp geben konnte, wie sie ihre weichen Kontaktlinsen am leichtesten absetzen kann:

  • frontal vor den Spiegel stellen
  • Ober- und Unterlid halten
  • mit dem Zeigefinger die Kontaktlinse nach unten auf die Lederhaut (das weiße am Auge)  ziehen
    (Weil die Krümmung der Lederhaut eine andere ist als die der Hornhaut, sitzt die Kontaktlinse hier bedeutend lockerer und kann deshalb ganz einfach abgenommen werden!)
  • Die Kontaktlinse mit Daumen und Zeigefinger vom Auge abnehmen

Alternativmethode

  • Über den Waschtisch beugen
  • Die Kontaktlinse komplett nach unten schieben. Dabei stößt diese ans Unterlid und die Bindehaut und klappt dabei nach vorn
  • Die Kontaktlinse fällt auf den Tisch oder „hängt“ am Unterlid

Was bedeutet der Begriff „ET“

Freitag, 16. April 2010

Bestimmt sind Sie beim Kauf Ihrer Brille schon einmal mit dem Begriff „ET“ konfrontiert worden.

„ET“ bezeichnet die Entspiegelung von Brillengläsern. In der hochwertigen Ausführung wird diese auch gerne SET (Super Entspiegelung) genannt.

„ET“ als Abkürzung von Entspiegelung wäre wohl denkbar, doch daher leitet sich diese Kurzform nicht ab.

Ursprünglich wurde die Entspiegelung nicht für Brillengläser, sondern für Feldstecher entwickelt.

Im Krieg wäre es für die Soldaten sehr gefährlich gewesen, wenn die Gläser ihrer Ferngläser gespiegelt hätten, weil sie so sofort ihre Position verraten hätten.

Um dies zu verhindern wurde die Entspiegelung erfunden und mit dem treffenden Begriff Erste Tarnschicht bezeichnet.

Diese Kurzform hat bis heute Bestand.

Die Brille ist aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen und wird nur noch in sehr begrenzten Fällen bezuschusst.

Grund hierfür ist die Tatsache, dass eine Sehschwäche nicht als Krankheit gilt.

Gott sei Dank hat sich die Brille in den vergangenen Jahren, von der einfachen Sehhilfe, die man benötigt um einen Sehfehler zu korrigieren, zu einem Mode- und Styling Accessoire entwickelt.

Aus diesem Grund werden wir eher selten auf die Leistung der Krankenkassen angesprochen.

Allen die es genau wissen möchten, erläutern wir hier kurz die wenigen Fälle, in denen die gesetzlichen Krankenkasse einen Beitrag leistet.

Einen Zuschuss zur neuen Brille erhalten Kinder und Jugendliche bis zur Volljährigkeit, sowie Menschen mit extrem schlechter Sehfähigkeit. Hierbei dürfen beide Augen einzeln nicht mehr als 30% Sehkraft erreichen.

In beiden Fällen gibt es je nach Stärke und Hilfsmittel zwischen 10 und 20 Euro für Einstärken-Brillengläser, sowie um die 50 Euro für ein Mehrstärken-Brillenglas dazu.

Neben diesen festgesetzten Fällen können bei Augenkrankheiten, wie dem Keratokonus per Kostenvoranschlag individuelle Zuschüsse beantragt werden. Hier gibt es keinen festgeschriebenen Satz.

Diese Frage hat nicht nur mit unserem Sehsinn zu tun, trotzdem möchte ich Ihnen heute eine Erklärung liefern.

Die Schwierigkeit für unser Gehirn liegt darin, dass beim starren Blick auf ein Buch, oder eine Zeitschrift, unser Auge dem Gehirn die Information liefert, die Umgebung wäre stillstehend.

Unser Gleichgewichtssinn im Ohr hingegen registriert die Fliehkräfte die während der Fahrt in alle Richtungen auftreten.

Unser Gehirn bekommt nun sowohl die Information, wir befinden uns in Bewegung, als auch die Information, wir sind in einer ruhigen Position.

Diese gegensätzlichen Reize führen zu einem durcheinander. Manche Menschen können dieses „Gefühlschaos“ besser verkraften als andere.

Im Übrigen ist die Erklärung für dieses Phänomen, auch auf die Problematik der Seekrankheit anwendbar.

Befinden Sie sich an Board eines Schiffes in der Kabine, scheint die Welt für das Auge ruhig zu sein. Ihr Ohr hingegen nimmt den Wellengang wahr.

Abhilfe schafft hier oft der Gang an Deck. Ihr Auge nimmt so, genauso wie das Ohr, die Bewegung wahr.

In der heutigen Zeit sind viele Menschen vom Phänomen der trockenen Augen betroffen.

Klimaanlagen, Heizungsluft, Computerarbeit, unausgewogene Ernährung, etc., etc. sind nur einige Faktoren, die trockene Augen begünstigen. Wer jedoch richtig mit dieser Problematik umgeht, hat wenig Schwierigkeiten mit den Symptomen des trockenen Auges.

Sehr hilfreich ist die Verwendung einer Nachbenetzungslösung. Wir empfehlen unseren Kunden hier seit langem die Blink Serie aus dem Hause AMO. Mit den beiden Mitteln Blink Contacts für normale Augen, sowie Blink Intensive Tears für sehr empfindliche Augen haben wir extrem gute Erfahrungen gesammelt. Und dies übrigens nicht nur bei Kontaktlinsenträgern. Über die positive Auswirkung dieser „Augenpflege“ sind auch unsere Brillenträger sehr dankbar.

Häufig stellt sich jedoch die Frage, wie man am effektivsten die Tropfen auf die Augen bringt, um die angenehme Wirkung zu erfahren.

Wir empfehlen es Ihnen folgender Maßen:

  • Den Kopf in den Nacken legen
  • Das Unterlid leicht vom Auge abheben
  • Mit den Augen nach oben blicken
  • Leichten Druck auf die Flasche geben, so dass sich ein kleiner Tropfen Flüssigkeit bildet
  • Die Tropfen in die entstandene „Regenrinne“ fallen lassen

Wichtig beim Vorgehen: Die Flasche soll weder die Augen, noch die Lider berühren, damit sich an dieser keine Keime ablagern können.

Was ist eine Winkelfehlsichtigkeit ?

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Des öfteren werden wir in Beratungsgesprächen gefragt, was eine so genannte Winkelfehlsichtigkeit ist. Einige Kunden schnappen dieses Wort beim Augenarzt oder Freundeskreis auf und fragen sich danach, was es bedeutet.

Was muss man sich unter einer Winkelfehlsichtigkeit vorstellen?

Liegt bei Ihnen eine Winkelfehlsichtigkeit vor, dann hat Ihr Augenpaar die Tendenz nicht gerade aus zu sehen, sondern leicht abzudriften. Im hier gezeigten Beispiel zeigen die Sehachsen nicht gerade nach vorn, sondern driften nach innen ab. Ebenfalls gibt es die Varianten dass die Augen nach außen tendieren, oder einen Unterschied in der Höhe haben.

Im Volksmund ist dieses Phänomen wohl eher als Schielen bekannt. Im Gegensatz zum Schielen, ist eine Winkelfehlsichtigkeit nicht sichtbar.

Wieso ist eine Winkelfehlsichtigkeit von außen nicht sichtbar?

Liegt eine solche „Fehlstellung“ vor, erhält das Gehirn von den beiden Augen unterschiedliche Bilder geliefert und produziert ein Doppelbild. Um diesen Effekt zu unterdrücken werden die Augenmuskel angewiesen, diese Stellung auszugleichen.

In unserem Beispiel würden die äußeren Muskeln stärker ziehen, um das Augenpaar wieder nach außen zu lenken.

Beim Schielen funktioniert das nicht, da meist die Verdrehung der Augen zu stark ist. Daher ist das Schielen von außen erkennbar, hingegen die Winkelfehlsichtigkeit nicht zu sehen.

Welche Auswirkungen hat eine solche „Fehlstellung“ für Sie?

Die Bewegungsmuskeln der Augen sind permanent unter Anspannung. Das hat meist sogenannte asthenopische Beschwerden (Kopfschmerzen, Augentränen, Druckgefühl) zur Folge.

Kleine Anekdote am Rande: Viele Menschen haben eine kleine Winkelfehlsichtigkeit. Mit einem Bierchen zu viel intus, verlieren die Augenmuskeln die Anspannung. Die Augen rollen somit in ihre Ruheposition und hat ein Doppelbild zur Folge. Daher kommt die Redewendung, im Rausch doppelt zu sehen.

Wie erreicht man ein angenehmes, entspanntes Sehgefühl?

Um den Augen diesen minimalen Stellungsfehler zu erlauben, gibt es so genannte Prismen. Ein Prisma kann einen Lichtstrahl in eine andere Richtung lenken. Wir können somit dafür sorgen, dass sich nicht die Augen in Richtung Licht bewegen müssen, sondern das Licht zum Auge gelangt. Dies geschieht dann ohne Anstrengung der Augenmuskeln.

Wenn die Winkelfehlsichtigkeit durch ein Prisma korrigiert ist, erkennt man dann ein Schielen?

Da durch das Prisma ihr Augenpaar in die „Ruheposition“ gehen kann, ist bei absolut genauem hinsehen eine leichte Fehlstellung der Augen erkennbar. Da dies meistens extrem geringe Ausmaße hat, fällt es im Alltag überhaupt nicht auf.

Sollten Sie am Ende eines Tages häufig mit Kopfschmerzen, Mattigkeit und Ähnlichem kämpfen, liegt vielleicht eine Winkelfehlsichtigkeit vor. In diesem Falle können wir Ihnen eine gründliche Seh Analyse durch den Augenoptiker nur empfehlen. (Parallel müssen die Augen auch vom Augenarzt medizinisch untersucht werden.)

Pages: 1 2 3 4 5 Next
Blog > Archiv nach Kategorie 'Häufig gestellte Fragen'