Archiv für die Kategorie ‘Glastechnologie’

Schon einmal an den Airbag gedacht?

Mittwoch, 26. August 2009

Heute Morgen bediente ich einen Kunden, der von mir die Vor- und Nachteile von Brillengläsern aus Kunststoff oder mineralischem Glas wissen wollte.

Als ich auf die Bruchsicherheit des Brillenglases zu sprechen kam, wurde er sehr hellhörig.

Dass die Gläser nicht zu Bruch gehen, sollte die Brille einmal auf den Boden fallen, fand er nicht einmal so interessant.

Die Situation beim Autofahren hingegen sehr.

Heutzutage sind die meisten Autos mit Airbags ausgestattet. Sollte einmal der Ernstfall eintreten und dieses Sicherheitssystem wird ausgelöst, erhalten Sie in Sekundenbruchteilen einen Schlag ins Gesicht.

Sollte hierbei das Brillenglas springen und Splitter in Richtung Auge fliegen, kann dies sehr böse enden.

Dieses Risiko lässt sich durch Kunststoff-Brillengläser komplett eliminieren.

uv-strahlungIn den vergangenen Jahren werden Gläser meist aus einem Kunststoffmaterial gefertigt. Neben der wesentlichen Gewichtsersparnis und der Bruchsicherheit, absorbiert ein hochwertiges Kunststoffglas zusätzlich ein Großteil des anfallenden UV-Lichtes.

Für normale Witterungsverhältnisse ist dies bereits ausreichend.

Höherbrechende Gläser, welche bei größeren Stärken und gebohrten Brillenfassungen genutzt werden, bieten von Haus aus sogar vollen UV-Schutz.

Für normale Witterungsverhältnisse sind Sie so bestens gerüstet, um Ihre Auge vor der schädlichen UV-Strahlung zur schützen.

Fazit: Nicht nur Sonnenbrillen schützen das Auge vor UV-Strahlung. Ein hochwertiges Kunststoffglas in der Alltagsbrille schütz auch an trüben Tagen.

Dass der Allrounder „Gleitsichtbrille“ neben seinen vielen Vorteilen, auch Grenzen aufweist, haben wir hier im Blog bereits beschrieben.

Die größte Einschränkung empfinden viele Gleitsichtträger in der Zwischendistanz.

Auch bei modernen Gleitsichtgläsern ist dieser Bereich deutlich schmaler, als die Bereiche für die Ferne und die Nähe.

Wer also viel am Monitor arbeitet, oder eben in der so genannten Zwischenentfernung (50 bis 150cm) bequem sehen möchte, wird diese Einschränkung sicher schon festgestellt haben.

Wovon hängt die Größe dieser Komfortzone ab?

Die Breite dieser Zone ist einerseits vom Glastyp abhängig – je moderner die Technologie und je individueller das Glas auf den Träger abgestimmt ist, desto breiter und komfortabler werden diese Zonen – zum anderen tragen die beiden weiteren Einflussfaktoren, „Addition“ (Sehstärkendifferenz zwischen dem Fern- und dem Nahbereich), und die „Progressionslänge“ (Entfernung zwischen Fern- und Nahdurchblickspunkt) eine nicht mindere Rolle.

Je höher die Addition, desto schmaler der Komfortbereich.

Je kürzer die Progressionslänge, desto schmaler der Komfortbereich.

Wie können wir diesen Bereich etwas angenehmer für unsere Kunden gestalten?

Wenn auf diesen Zwischenbereich besonders Wert gelegt wird, so empfiehlt sich also, zum einen das individuelle Glasdesign zu wählen (ein maßgeschneiderter Anzug sitzt überall perfekt), die „Addition“ nur so hoch zu machen, wie es gerade notwendig ist, und außerdem bei der Fassungsauswahl darauf zu achten, dass die Brille groß genug ist, um einen möglichst langen Progressionskanal einzubauen.

In jedem Fall ist die individuelle Betrachtung des Kunden und die daraus resultierende, persönliche Empfehlung Grundvoraussetzung für ein Best mögliches Resultat.

Eine Gleitsichtbrille „von der Stange“ kann den gewünschten Erfolg nicht erzielen.

Gerade seit der Einführung der i.Scription-Optimierung von Brillengläsern hören wir von unseren Kunden bei der Abholung immer wieder “Wahnsinn – jetzt hab ich Adleraugen”.

Doch wieso sagt ein sehr exakt sehender Mensch er hätte Adleraugen?

Was kann so ein Adlerauge wirklich leisten?

Im Internet liest man immer wieder, die Besten Augen im Tierreich sind die des Adlers. Aus über 100 Meter Entfernung soll ein Adler eine noch so kleine Beute erkennen können.

Nun bin ich über einen höchst interessanten Beitrag von Quarks&Co gestoßen, die einen Adler einmal auf die Probe stellen. Kann er eine kleine Maus aus einer Entfernung von über 600 Metern noch erkennen? Seht selbst ;)

Eine sehr beeindruckende Leistung, an die das Menschliche Auge nie herankommen wird. Im Beitrag ist gut zu sehen, dass selbst die Optik der Kamera das Bild nicht ausreichend vergrößern kann.

Schön, dass wir mit i.Profiler Messtechnologie wenigstens das Optimum aus dem menschlichen Sehen herausholen können.

Vor einigen Wochen war ein Kunde bei mir im Geschäft, der extrem lichtempfindlich ist. Nach einem längeren Gespräch über seine Augenprobleme, entschieden wir uns gemeinsam, die Brillengläser mit einem hohen Lichtschutz auszustatten.

Ich empfahl meinem Kunden das „Skylet Sport“ von Carl Zeiss, mit einer Tönungsintensität von 90% (Gängige Sonnenbrillen werden mit 70-85% Tönung geliefert).

Das bedeutet: 90% des sichtbaren Lichtes werden absorbiert.

Welche Vorteile hat dieses Skylet Sport?

Die Skylet Serie ist eine Kontrast steigernde Tönung. Der Blau-Anteil des Sonnenlichtes wird bei diesem Glas herausgefiltert. Weil der Blau-Anteil im Auge am stärksten gestreut wird, erzielt man dadurch einen weit höheren Kontrast.

Durch die Kontraststeigerung nimmt der Kunde dieses extrem dunkle Glas heller wahr, als es in Wirklichkeit ist. Das heißt, die Blendung durch das Sonnenlicht wird so weit wie möglich reduziert, der Kontrast bleibt.

Heute kam der Kunde nochmals ins Geschäft um ein begeistertes Feedback zu geben:

„Ein wesentlich angenehmeres Sehen, auch in grellem Sonnenschein“, war seine Feststellung. „Selbst im Schatten, wo die Welt nicht mehr so hell scheint, ist das Sehen hervorragend scharf.“

40 Jahre ist es nun bereits her, dass der erste Mensch auf dem Mond gelandet ist.

Am 20. Juli 1969 betrat Neil Armstrong den Planet.

Gebannt verfolgten weltweit 600 Millionen Menschen das Spektakel. Nicht auszudenken, wie dieser Hype im heutigen Medienzeitalter aussehen würde.

Was hat das ganze mit uns zu tun?

Carl Zeiss war sozusagen als erster mit dabei! Denn die Mondfotos wurden mit der legendären Hasselblad 500 EL mit dem ZEISS BIGNON OBJEKTIV geschossen.

Schon vor 40 Jahren setzte die NASA auf hohe Qualität und Zuverlässigkeit – und was lag da näher, als dem bereits damals führenden Carl Zeiss Objektiv zu vertrauen.

Die Erfahrung, die Carl Zeiss bei der Entwicklung und Herstellung von hochpräzisen Optiken in Kameras und Objektiven sammelte, konnte die Firma bis heute natürlich ebenfalls für ihre Brillengläser nutzen.

In beiden Segmenten leistet Carl Zeiss seit Jahren Pionierarbeit. Fast logisch, dass die Produkte zu den Besten des Fachs gehören.

Wenn Sie nun auch in dem Genuss sind, ein hochwertiges Brillenglas von Carl Zeiss vor Ihren Augen haben, dann geht es Ihnen nun vielleicht ähnlich wie mir, und Sie erfreuen Sie sich an dem Gedanken, der „Ur-Opa“ Ihres Brillenglases war ein guter Freund von Neil Armstrong *g*.

Viele unter Ihnen würden diese Frage spontan mit EINE beantworten.

Unsere Antwort lautet: Genau genommen reicht eine nicht!

Dass es nicht nur der modische Aspekt ist, der eine – oder mehrere Zusatzbrillen notwendig macht erfahren unsere Kunden im ausführlichen Beratungsgespräch vor Ort.

Denn erstens, wer geht schon im kleinen schwarzen zum Zahnarzt, oder mit dem Jogginganzug zum Candle Light Dinner…

Und zweitens ist uns der praktische Faktor noch viel wichtiger.

Beispiel 1: Gleitsichtbrille. Diese bietet Ihnen den ganzen Tag über scharfes Sehen in sämtlichen Entfernungen und in möglichst vielen Situationen. Jedoch hat die Gleitsichtbrille auch Grenzen, die Sie nicht immer in Kauf nehmen müssen.

Lesen im Bett, Fern sehen im Liegen, Arbeiten am Computer können Sie mit einer speziell dafür ausgewählten Brille kompromisslos erleben. (Denn wer geht schon mit Wander Schuhen ins Freibad, oder mit Skischuhen zum Bergsteigen…)

Beispiel 2: Lesebrille. Mit dieser lesen Sie jedes Buch und jede Speisekarte und machen einen guten Zug auf dem Schachbrett; was aber, wenn Sie gleichzeitig Ihr gegenüber im Blick haben möchten? Dafür bietet die Business- oder Hobbybrille den erweiterten Nahbereich.

Beispiel 3: Fernbrille. Sie haben eine wunderschöne, fast unsichtbare randlose Fassung ausgesucht.

Was aber, wenn Ihre Sportart Handball, Volleyball oder Fußball ist? So hübsch die Fassung auch ist, etwas empfindlich ist sie schon. Ob sie den draufgängerischen Körperkontakten Stand hält? Eine zweite Sportbrille oder sogar Kontaktlinsen lassen Sie beruhigt weiterspielen! (Denn wer rennt schon mit den Kickschuhen den New York Marathon…)

Inspiriert diesen Bericht zu schreiben hat mich übrigens ein Beitrag zu diesem Thema, den ich auf dem Carl Zeiss Blog (besser-sehen.zeiss.de) gelesen habe. Da auch ich immer gern das Thema Schuhe als Vergleich nutze musste ich schon schmunzeln über die Tatsache, dass es wohl der nachvollziehbarste Vergleich ist.

Im Übrigen kann ich folgendes Zitat auch aus ganz persönlicher Sicht nur unterstreichen:

DAS LEBEN IST ZU vielfältig um es nur durch eine Brille zu sehen !

Lassen Sie sich doch beim nächsten Brillenkauf überraschen, welche Fragen wir Ihnen in unserer neu geschaffenen Eye-Lounge stellen und welche individuellen Lösungsvorschläge daraus resultieren.

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