Archiv für September 2009

Eine interessante Aufnahme ist einem meiner Kollegen vor einigen Tagen gelungen. Auf der Abbildung sehen wir eine Hornhaut vergrößert betrachtet.

Die roten Kreise markieren zwei „Striche“, um die es heute geht.

Bei den „Strichen“ handelt es sich um sogenannte Fremdkörperspuren. Durch eine mechanische Einwirkung wird die vorderste Schicht der Hornhaut beschädigt.

Je nach Grad der Beschädigung kann dies ein sehr unangenehmes Gefühl sein.

Als Ursache einer solchen Beschädigung der Hornhaut entdeckt man eine schlecht sitzende formstabile Kontaktlinse, ungeschicktes Auf- und Absetzen der Kontaktlinsen oder falsch angewandtes Make-Up.

In den meisten Fällen gelangt ein Teil der Schminke, oder gar Haare des Make-Up-Pinsels auf die Hornhaut.

Die winzigen Partikel scheuern bei jedem Lidschlag über die Hornhaut und beschädigen diese. Ziel ist natürlich diese Reizung auf Dauer auszuschalten, um ein angenehmes Sehen zu gewährleisten.

Über Kosmetika haben wir bereits einen sehr ausführlichen Artikel in unserem Archiv. Hier finden Sie Tipps- und Tricks für den richtigen Umgang mit Kosmetika am Auge.

Sehr geehrte Kunden

Weil unser Anspruch an Beratung groß ist, unterziehen wir uns regelmäßigen Schulungen und Weiterbildungen.

Deshalb schließen wir unser Geschäft am Mittwoch, 30. September 2009 bereits um 13.00 Uhr.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und sind

ab Donnerstag, 1. Oktober 2009, 9.00 Uhr

frisch geschult für Sie da.

Ihr Team von Optiker Schütz

Bild – Fotolia.com

Zu aller Erst möchte ich alle Kontaktlinsenträger beruhigen:
eine Kontaktlinse kann nicht hinter das Auge rutschen!
Die Bindehaut dient hier als Schutz, weil sie die Augenhöhle völlig schließt.

Die Kontaktlinse kann sich jedoch bei manueller Einwirkung, z.B. durch starkes Augen reiben, zusammenfalten und unter dem Lid „verschwinden“. Von alleine macht sich eine fachgerecht angepasste Kontaktlinse jedenfalls nicht auf den Weg unters Lid.

Wie kann man diese Situation, sollte sie doch einmal eintreten, nun meistern?

1.  Stellen Sie sich vor den Spiegel.

2.  Legen Sie den Kopf in den Nacken und blicken mit den Augen soweit wie möglich nach unten.

3.  Schieben Sie Ihr Oberlid so weit wie möglich nach oben, um die Sicht auf den Augapfel frei zu legen. Sollte die Kontaktlinse hier nicht zu finden sein, gehen schauen Sie unterm Unterlid. Dazu schauen Sie so weit wie möglich nach oben und ziehen das Unterlid nach unten.

4.  Haben Sie die Kontaktlinse gefunden, so packen Sie diese mit zwei Fingerkuppen und nehmen sie vom Auge.

Im Optimalfall bitten Sie um die Hilfe einer zweiten Person.

Alternativ ist es eine gute Möglichkeit, mit Hilfe des Zeigefingers das Ober- bzw. Unterlid vorsichtig zu massieren, bis die verloren gegangene Kontaktlinse zum Vorschein kommt.

Wir können Ihnen nur empfehlen, in einer solchen Situation einfach die Ruhe zu bewahren, denn so findet sich die Kontaktlinse bereits nach kurzer Zeit.

Für den Fall, dass Sie die Linsen gar nichts finden können, suchen Sie Ihren Kontaktlinsen Anpasser auf. Dieser kümmert sich sehr gern um diese kleine Unannehmlichkeit!

Die internationale Brillenmode weist zwei extreme Stilrichtungen vor.

Zum einen den Nerd-Look – das sind Fassungen in schwarzem oder braunem Kunststoff – markant, groß und absolut auffällig.

Zum anderen den Understatement Look – welcher durch total unauffällige, rahmenlose Brillenfassungen geprägt ist. Sie sind leicht, haben einen angenehmen Tragekomfort, werden kaum wahrgenommen und bieten durch die Randlosigkeit „grenzenloses Sehen“.

Wir möchten uns heute einem kleinen Trick zuwenden, mit Hilfe dessen eine randlose Brillenfassung noch ästhetischer wirkt.

Um die Ränder der Brillengläser, welche in randlosen Fassungen ja komplett sichtbar sind, edler wirken zu lassen, werden sie in unserer Werkstatt poliert.

Diese Politur hat leider auch einen Haken. Je nach dem wie das Sonnenlicht auf das Brillenglas auftrifft, nimmt der Brillenträger Reflexe wahr, die Ihn unter Umständen stören könnten.

Außerdem wirkt der Rand des polierten Glases für manche Träger zu „hart“, weil das Glas durch die Politur sehr weiß wird.

Wie kann man nun diese Schönheitsfehler umgehen? – EINE ZARTE TÖNUNG HILFT!

Wird das Brillenglas mit einer zarten Tönung versehen, schimmert der polierte Brillenglasrand in der gewählten Farbe.

Die Glasfarbe stimmen wir mit dem Bügel der Brille und selbstverständlich auf den Typ des Kunden ab.

Außer dem ästhetischen Vorteil erzeugt gerade zum Beispiel eine leichte Brauntönung ein sehr angenehmes Licht beim Durchschauen. So wird eine eher kühlere Lichtsituation, beispielsweise Neonlicht am Arbeitsplatz, bedeutend weicher und angenehmer wahrgenommen.

Bild: Zeiss.de // Leider ist es recht schwer diese zarte Tönung gut auf einem Bild einzufangen. Das hier gezeigte Bild hat einen deutlich dunkleren Rand, als er in der Praxis heraus kommt.

Offtopic: Grüße aus dem Urlaub

Mittwoch, 16. September 2009

Nachdem meine zwei Wochen Urlaub bald zu Ende gehen, möchte ich heute schon einmal einen kleinen Gruß los werden, mit zwei Videos die mir in den vergangenen Tagen richtig viel Spaß gemacht hatten.

Zum einen hier ein Medley eines jungen Künstlers, der richtig genial die besten Hits von Michael Jackson zusammenfügt. Gefunden habe ich dieses Video übrigens bei Alper.

Das zweite Video verstehen die Besucher, die nicht aus der Region kommen, vielleicht nicht ganz so gut. Ich hab mich jedenfalls schief gelacht *g*

Seit Anfang meiner Ausbildungszeit habe ich in der Schule beigebracht bekommen, dass die Menschen in der Nacht kurzsichtiger werden. Meist um einen Wert zwischen 0,25 und 0,5 Dioptrien. Grund für diese Erscheinung sind die auftretenden Abbildungsfehler, die eine große Pupillenöffnung erzeugen.

In der vergangenen Ausgabe einer unserer Fachzeitschriften kam nun eine Studie zu diesem Thema. Eine Reihe von Probanden wurde sowohl bei Dunkelheit als auch in hellem Licht vermessen.

Ergebnis war, dass sich die Sehstärke der meisten Probanten bei Nacht kaum verändert hat. Manche gingen in Richtung Kurzsichtigkeit, aber fast genauso viele in Richtung Weitsichtigkeit.

Es ist also gar nicht so pauschal zu sagen, wie mir das frührer beigebracht wurde.

Das Ergebnis dieser Studie bestätigt unsere persönliche Erfahrung. Seit wir unsere Kunden mit dem i.Profiler Messcomputer messen können wir die Sehstärke sowohl bei großer als auch bei kleiner Pupille ermitteln. Neben diversen anderen aufschlussreichen Messergebnissen können wir deshalb auch feststellen, ob unser Kunde in der Nacht eventuell eine andere Sehstärke benötigt als am Tag.

Macht nun eine spezielle Brille für das Autofahren bei Nacht sinn?

In vielen Fällen hilft schon das Feintuning der Brillengläser, also die i.Scription Optimierung von Carl Zeiss. Die mit dem i.Profiler gemessenen Werte werden mit in die Brillenglaskorrektion eingerechnet. Die resultierenden Sehstärken bieten sowohl während des Tages, als auch in der Nacht ein bestmögliches Bild.

In einzelnen Fällen sind die Abweichungen bei unterschiedlicher Pupille so „groß“ dass eine separate Brille durchaus empfehlenswert ist.

Stellen wir dies fest, haben wir auch hier die Möglichkeit die Nachtsituation zu simulieren. Der Kunde wird einige Minuten in den abgedunkelten Prüfraum gesetzt, um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Anhand spezieller Teste kann anschließend die exakte Sehstärke ermittelt werden.

Dies ist eine etwas aufwendigere Prozedur, die wir nicht automatisch bei jedem Kunden durchführen. Auf Grund der Messwerte des i.Profilers können wir sehr gut sehen, ob dieser zusätzliche Messschritt auch wirklich sinnvoll ist und dann auch zu einem besseren Ergebnis führt.

Alte Brille recyceln – Tun Sie etwas Gutes

Donnerstag, 03. September 2009

Vor einigen Tagen hatte ich eine Email von Matthias bekommen, der sich fragt was man mit den abgelegten Brillen anfangen kann. Nachdem er seine Mykita bekommen hatte, war wohl die alte Ersatzbrille im Rang eins nach hinten gerutscht ;) .

Das Thema möchte ich direkt einmal aufgreifen. Haben auch Sie vielleicht einige alte Brillenmodelle, die Sie nicht mehr benötigen?

Spenden Sie Ihre Brille für Afrika.

Mehrere Organisationen setzen sich für das Sammeln der alten Brillen ein. Unter anderem die Aktion „Lunettes sans Frontière“.

Hier im Geschäft nehmen wir gern alte – noch intakte Brillen an – vermessen diese und geben sie anschließend weiter.

Bevor die Brille also im Abfall landet, könnten Sie einem anderen Menschen damit einen großen Gefallen tun.

P.S.: Sollten Sie nicht aus Pforzheim kommen und uns die Brille direkt ins Geschäft bringen, senden Sie Ihre Spende einfach an folgende Adresse:

Gerhard Menje
Aktion “Lunettes sans Frontière”
Wallbergstr. 6 c
85560 Ebersberg

Weitere Informationen finden Sie auf

http://www.brillensammelaktion.de

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